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Von windigen Kerlchen & Szenen einer Foodbloggerei - Hausgemachte Windbeutel mit Stachelbeeren

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Eines gleich vorweg: unter dem Deckmantel dieser köstlichen Windbeutel wird es heute einen sehr textlastigen Post mit einem Schwank aus dem Leben einer studierenden Foodbloggerin geben. Wer so viel Schwafelei nicht durchackern möchte, erfreue sich bitte lediglich an den Bildern und dem Rezept (das diesmal nicht aus meiner eigenen Küche kommt, sondern geborgt ist). :)

Im Moment trifft man mich meist bei meinen Eltern an. Da sitze ich am Wohnzimmertisch - vergraben unter Bücherstapeln - und bearbeite meine Laptoptastatur. Zwischendurch hole ich mir etwas zu Trinken oder kraule den Hund aber sonst spielt sich eigentlich mein ganzer Tag in mehr oder weniger produktivem Brüten über jenem garstigen Schriftstück ab, das sich Abschlussarbeit schimpft. An der schreibe ich übrigens bei meinen Eltern, weil mich zu Hause so ziemlich alles (!) ablenken würde (auf einmal wird nämlich Putzen super dringlich oder der Schrank muss schleunigst aufgeräumt werden oder die Schuhe müssen sortiert oder der Flur umgestellt oder dieses oder jenes getan werden). Ich hatte mir vergangene Woche sogar einen dreitägigen Rückzug ins Elternhaus verordnet - das kann ich übrigens nur jedem empfehlen. Ich habe unglaublich produktiv arbeiten können und durfte alle Annehmlichkeiten einer mütterlichen Pflege genießen (danke Mama )!
Ab und zu muss man sich aber auch mal eine Auszeit gönnen. Und wenn die liebste Foodblogger-Verbündete nach einer Begleitung für den Baumarkt und Möbelschweden sucht, nimmt man sich mal frei. So geschehen vergangenen Dienstag. Ich kann euch sagen, nichts macht so viel Spaß wie mit einer anderen Foodbloggerin in die Fundgrube beim Blaugelben zu spazieren. Niemand versteht nämlich so gut die unbedingte Dringlichkeit, zwei riesengroße Regalböden in weiß und grau für gerade einmal 3 € pro Stück nach Hause zu schleppen. Denn niemand weiß so gut, dass genau diese zwei Regalböden irgendwann mal den perfekte Fotohintergrund bilden würden. Tihi!


Und ganz nebenbei versteht auch niemand besser, weshalb man auf dem Flohmarkt unbedingt diese unglaublich tolle und etwas abgeschrammelte mintgrüne Waage kaufen muss, bei der bereits die Farbe bröckelt und deren Inneres dezent verrostet ist! Bei diesem Traumstück hat übrigens mal nicht Monsieur den ersten abfälligen Kommentar abgegeben (meist ja im Sinne "Wo willst du das denn noch hinstellen, unsere Wohnung platzt bereits aus allen Nähten!"). Nein, in diesem Fall war es mein Brüderchen: "Was willst du denn mit diesem Schrotthaufen?" Waaaas? Wie kann er es wagen? Dieses Schmuckstück einer alten Küchenwaage gibt mit etwas Putzen und viel Liebe das perfekte Accessoire für das ein oder andere Foodfoto ab. Oder was meint ihr? ;) Nach diesem niederschmetternden Kommentar meines gehässigen Blutsverwandten habe ich direkt mal eine Whats app mit Bild der Waage im - Achtung! nix hier Schrott - shabby chic Look an meine Verbündete geschickt. Ihre Reaktion: "Oh mein Gott, wie schön!". Ha! Da seht ihr mal, warum Foodbloggerfreundinnen richtige Goldstücke sind!


Bei all der Lese- und Lernerei kommt auch mein kleiner Blog ein bisschen zu kurz. Ich habe zwar im Voraus des Abschlussarbeit-Endspurts schon ein bisschen was vorbereitet, aber davon kann man ja auch nicht ewig zehren. Außerdem ist es wirklich ein Jammer, wenn einem der Kopf voller toller Ideen steckt und man einfach nicht die Zeit hat, um alle auf einmal zu realisieren. Die Sache mit den hausgemachten Windbeuteln trieb mich aber schon derart lange Zeit um, dass ich einfach nicht widerstehen konnte, als der Backbube neulich dieses Rezept rausgehauen hat (klick!). Und dann auch noch mit diesem Traum von einem mintgrün-türkisen Fotohintergrund. Es war um mich geschehen! Also ließ ich mich wieder einmal vom Wissenschaftsblabla ablenken und produzierte meinen allerersten Brandteig nach Markus' Rezept. Wenn ihr es ebenfalls mal ausprobieren wollt, findet ihr die Anleitung heute mal beim Backbuben und nicht bei mir. Ich spreche allerdings eine unbedingte Backempfehlung aus, denn diese windigen Kerlchen waren der Hammer! Anders als Markus habe ich eine Vanille-Sahne für die Zubereitung gewählt und das Ganze mit Stachelbeeren serviert.

Für die Vanillesahne brauchen wir:

400 ml Schlagsahne
2 Tütchen Sahnesteif
1 Pck. Vanillezucker
500 g Stachelbeeren

Zunächst wird die Sahne etwas angeschlagen und das Sahnesteif mit dem Vanillezucker vermengt. Nun schlagt ihr die Sahne mit den Schneebesen des Handrührgeräts vollständig auf und lasst währenddessen die Zuckermischung einrieseln. Leider habe ich auf den letzten Drücker nirgendwo frische Stachelbeeren bekommen (Hrmpf!). Sonst hätte ich sie mit 150 g Zucker, 125 ml Wasser und dem Mark einer Vanilleschote zu einem Kompott eingekocht. Stattdessen habe ich dieses Mal mit den Stachelbeeren aus dem Glas Vorlieb nehmen müssen und die sind ja bekanntlich schon gezuckert. Geschmeckt hat's trotzdem! :)



So, nun muss ich mich aber mal wieder an die Arbeit machen - es wollen noch einige Seiten sinnvoll gefüllt werden. Ich hoffe ja eigentlich, dass ich das Prachtstück bis zu meinem Geburtstag nächste Woche fertig bekomme. Das wäre mal das schönste Geschenk, das ich mir selber machen könnte :)
Und wenn's dann endlich gepackt ist, habe ich sooo viele tolle Ideen im Kopf, die ich euch alle direkt zeigen muss. Also kremple ich jetzt sprichwörtlich die Ärmel hoch und auf in den Kampf. Falls mich aber jemand mit einem Besuch im Möbelhaus oder einem großartigen Rezept ablenken möchte... nur allzu gerne. Hihi! Und eines muss ich noch kurz erwähnen: allerliebsten Dank für 200+ Facebookfreunde (klick!). Ich freu' mich wie Bolle, dass ihr alle da seid und immer wieder vorbeischaut!

Alles Liebe und lasst es euch gut gehen, eure Anne



Melonensalat mit Erdbeeren und Büffelmozzarella

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Dieses Rezept klingt auf den ersten Blick ja erstmal recht abenteuerlich. Wie ein Gericht, dass sich nicht entscheiden konnte, was es nun eigentlich werden wollte. Eine sommerliche Vorspeise oder vielleicht doch ein frisches Dessert? Ich sage euch: ist doch piepegal! Und wenn's als Mitternachtssnack serviert werden würde. Dieser Melonensalat mit Erdbeeren und Büffelmozzarella schmeckt nämlich knallermäßig köstlich! Einfach und dabei sooo wirkungsvoll, dass ich ihn aus meiner Sommerküche nicht mehr wegdenken möchte.
Monsieur Fleischfresserchen war ja anfangs wieder etwas skeptisch. Ich glaube, ihn hat schon der Begriff "Büffelmozzarella" etwas abgeschreckt. Denn obwohl's ja nun wirklich das Feinste ist, was es in puncto Mozzarella käuflich zu erstehen gibt, klingt das Büffelige nun nicht unbedingt sooo deliziös. Und ich denke, es ist wie mit Ziegenkäse. Der etwas strenge Nachgeschmack ist nicht jedermanns Sache. Wer's aber mag, wird dieses Rezept lieben. Denn die Kombi mit den Sommerfrüchtchen ist unschlagbar. Scheinbar hat sie am Ende auch das Fleischfresserchen überzeugt, denn er hat direkt mal nach einem Nachschlag verlangt :)


Wir brauchen:

½ Wassermelone (kernarm)
½ Galiamelone
500 g Erdbeeren
500 g Mini-Büffelmozzarella

Zunächst werden die Melonenhälften von der Schale befreit und in kleine Würfel geschnitten. Nun wird das Grün der Erdbeeren entfernt und die Früchte gleichmäßig geviertelt. Gießt anschließend die kleinen Büffelmozarella Kügelchen ab und halbiert sie. Alle Zutaten werden in einer großen Salatschüssel kräftig durchgemengt. Für mich ist der Salat damit schon durchaus fertig. Die Süße der Früchte und das Herzhafte des Mozzarellas bilden einen leckeren Kontrast. Man kann allerdings noch optional ein gutes Bund Rucola hinzu geben und das Ganze mit einem Dressing aus 4 EL Olivenöl, 1 EL Limettensaft, 1 EL Agavendicksaft (oder Honig), Salz und Pfeffer abrunden. Außerdem passen frische Minze oder Basilikum herrlich dazu. Ich habe ihn auch schon mit gerösteten Salatkernen (Kürbis, Pinie und/oder Sonnenblume) serviert - wer's gern crunchy im Mund hat, sollte das unbedingt mal ausprobieren.


Da mich Chrissi von Chrisstitally neulich zu ihrem aktuellen Blogevent (klick!) eingeladen hat, möchte ich sie heute mit meinem Melonensalat auf der Suche nach dem gesündesten Sommerrezept unterstützen. Das ist nämlich der schöne Nebeneffekt dieses grandiosen Rezepts: nicht nur easy-peasy, sommerlich und frisch, sondern obendrein auch noch total gesund. Liebe Chrissi, viel Spaß und Erfolg bei deiner weiteren Suche! Ich hoffe, dir gefällt das Rezept und vielleicht klappt's ja mit dem wundervollen Buch von Lisa Lemke :)

Alles Liebe, eure Anne


Hausgemachter Eistee mit Zitrone und Galiamelone (Homemade Icetea) + Gewinnerin

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Bei diesen tropischen Temperaturen mag man sich ja manchmal am liebsten im Supermarkt zu Käse und Quark ins Kühlregal gesellen und selbiges gar nicht mehr verlassen. Oder man möchte die Badewanne bis zum Rand mit Eiswürfeln füllen und einen Köpper vom Rand machen. Oder man möchte den Balkon fluten und ein Mini-Freibad draus machen. Oder man möchte sich aus 100 Ventilatoren eine hauseigene Wind-... ach was sag' ich... Sturmmaschine bauen. All diese Gedankenspiele könnte am Ende jedoch nicht nur der Abkühlung dienen, sondern ebenso einer ausgewachsenen Grippe, einem Wasserschaden oder Sturmschäden. Also keine Optionen!
Ich habe heute die ultimative Sommererfrischung im Glas für euch: hausgemachter Eistee! Er ist superfix zubereitet, köstlich frisch und garantiert nicht vergleichbar mit den Zuckerwasser-Eistees aus dem Supermarkt. Mit frischer Zitrone und Galiamelone kann man sich prima unter den Sonnenschirm auf den Balkon setzen und ein bisschen Urlaub fühlen.



Wir brauchen für zwei Liter Icetea

1l sehr hoch dosiert aufgebrühten Schwarztee
1 l Wasser zu Eiswürfeln gefroren
Saft einer Zitrone
Zucker oder Agavendicksaft nach Belieben
½ Galiamelone (zu Kugeln geformt)

Zunächst wird der Schwarztee sehr hoch dosiert aufgegossen und ordentlich ziehen gelassen. Und mit hoch dosiert meine ich: gebt Gas! ;) Da der Tee am Ende mit der gleichen Menge Wasser bzw. Eiswürfel verdünnt serviert wird,  muss das Ausgangsmaterial schon ordentlich Wums haben. Währenddessen werden die Eiswürfel in ein passendes Gefäß mit mindestens zwei Litern Fassungsvermögen gegeben. Wenn der Tee durchgezogen ist, gießt man ihn über die Eiswürfel. Dieses rasante Abkühlen hat zur Folge, dass sich keine Bitterstoffe entwickeln können und das Aroma wunderbar erhalten bleibt. Nun gebt ihr den Zitronensaft hinzu, süßt den Tee nach Belieben mit Zucker oder Agavendicksaft und gebt die Melonenbällchen hinein. Fertig!


Ich lieben diesen hausgemachten Eistee, weil er gut gekühlt den ultimativen Frischekick an heißen Sommertagen verspricht! Außerdem hat er absolut nichts mit dem übersüßten Schlabberwasser aus dem Supermarkt zu tun (weshalb er auch tatsächlich den Durst stillt) - unverbesserliche Süßschnäbel können ihn aber natürlich trotzdem ganz nach Belieben süßen :)
Und nun - last but not least - darf ich noch die Gewinnerin des TasteTwelve Restaurantführers aus dem letzten Give away verkünden:

Herzlichen Glückwunsch, katrinzi2309@gmail.com!

Ich melde mich zeitnah bei dir, damit ich dir das tolle Büchlein zukommen lassen kann. Und dann wünsche ich dir ganz viel Spaß beim Ausprobieren der Restaurants.

Alles Liebe, eure Anne



Du wunderbare Wunderbeere - Heidelbeertörtchen mit Quark

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Blaubeere, Schwarzbeere, Mollbeere, Wildbeere, Waldbeere, Bickbeere, Zeckbeere, Moosbeere, Heubeere - alles Bezeichnungen für eine kleine runde Wunderbeere. Wunderbeere, weil sie so wunderbar köstlich und vielfältig zu verarbeiten ist. Ich liebe, liebe Heidelbeeren und verbinde mit ihnen immer glückliche Kindertage bei Oma und Opa an der Nordsee. In den Sommerferien haben wir uns die Bäuche mit Unmengen Heidelbeeren vollgeschlagen. Die wurden meist pur, mit Zucker oder in Milch serviert.
Klickt man sich momentan so lustig durch diversen Foodblogs, kommt man an Heidelbeerrezepten ja wirklich nicht vorbei. Das ist großartig, weil man viele neue Ideen aufschnappt. Andererseits steht man angesichts einer sooo großen Auswahl natürlich auch vor der Frage: 'Wann soll ich das nur alles nachbacken bzw. -kochen?' Ich mache mal den Anfang mit Anjas großartigem Rezept für diese Torte (klick!). Bei Butiksofie habe ich mich direkt mal wieder schockverliebt! Anjas Bilder begeistern mich ja generell und ihre "Blaubeer Lavendel Quark Torte In Radiant Orchid" machte da keine Ausnahme. Ich habe das Rezept ein bisschen nach meinen Bedürfnissen abgeändert - das Ergebnis bleibt ungebrochen köstlich! Auch wenn die Farbe ein wenig anders geworden ist - vielleicht sind die Blaubeeren in Berlin einfach ein bisschen blasser um die Nase ;)


Wir brauchen

150 g Cornflakes
50 g Butter
100 g weiße Schokolade
1 EL Zucker
1 Prise Salz
600 g Blaubeeren
12 Blatt Gelatine
400 g Quark
2 Pck. Vanillezucker
1 EL Zitronensaft
500 g Sahne

Zunächst wird eine Springform (∅ 20 cm) mit Backpapier ausgekleidet bzw. einen Tortenring auf selbiges gestellt. Anschließend werden die Cornflakes ordentlich zerstoßen, Butter und Schokolade geschmolzen, Zucker und Salz darin aufgelöst und anschließend alles vermengt. Nun verteilt ihr die Masse gleichmäßig in der Form und lasst ihn im Kühlschrank aushärten.
Jetzt geht's mit der Tortencreme weiter. Hierfür werden zunächst die Blaubeeren gewaschen, püriert und aufgekocht. Währenddessen kann die Gelatine in kaltem Wasser einweichen und in einer separaten Schüssel der Quark mit Vanillezucker und Zitronensaft vermengt. Nehmt nun das heiße Blaubeerpüree vom Herd, löst die Gelatine darin auf und gebt die Quarkmasse hinzu. Alles wird nun abermals im Kühlschrank kalt gestellt. Wenn die Masse zu gelieren beginnt, hebt ihr die geschlagene Sahne unter und verteilt die Tortencreme auf dem Krümelboden. Nun geht's für mindestens drei Stunden ins Kühlgerät. Fertig!


Die feine Blaubeerdeko wie bei Anja gab's dann leider nicht, da ich Dusselchen bereits radikal alle Blaubeeren dem Pürierstab zum Fraß vorgeworfen hatte. Als ich das Gerät schließlich aus dem Beeren-Massaker zog, fiel es mir siedendheiß ein: "Hätt'ste mal ein paar Beerchen für die Deko aufgehoben". Nun ja, Dusseligkeit gehört gestraft. Also blieb die Torte nackig ;)
Dieses Rezept ist aber auch nackig eine Wucht - der Ofen bleibt aus und man hat ein wunderbar fruchtiges und erfrischendes Törtchen. Hier geht's ja momentan wirklich törtchenmäßig rund. Erst die Melonentorte, jetzt das Heidelbeerstück. Aber es ist doch auch zu lecker! Bei diesen Temperaturen kann eben kein lauwarmer Apfelkuchen mit einer gekühlten Sahnetorte mithalten :) In diesem Sinne verabschiede ich mich mit einem Glas eisgekühlten Homemade Icetea, der übrigens schon in den Startlöchern für den nächsten Beitrag steht, an meine Abschlussarbeit.

Alles Liebe, eure Anne

P.s.: Ihr lieben Berliner (und Freunde)! Bis Donnerstag habt ihr noch die Chance das tolle Büchlein von TasteTwelve zu gewinnen. Schnell rübergehuscht, Kommentar da gelassen und in den Lostopf gehüpft (klick!).

So schmeckt der Sommer - Wassermelonentorte

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Sommer ist doch wirklich etwas Feines! Ich liebe es, wenn die Sonne rund um die Uhr scheint. Man fühlt sich gleich viel ausgeglichener und auch die Menschen sind viel fröhlicher. Ich gebe offen zu, dass ein Sommer in der Heimat für mich nicht zwingend mit 30°C+ verbunden sein müsste. Aber besser ein heißer Sommer als Dauerregen :)
Ein weiteres Highlight im Sommer: Wassermelone! Eisgekühlt ist das doch wirklich der erfrischendste Snack für Zwischendurch. Mein Bruder sieht das genauso - wir sind beide verrückt nach der saftig roten Sommerfrucht. Deshalb machte ich mich anlässlich seines Geburtstags vor einigen Wochen auf die Suche nach dem Melonenrezept. Bei Sara von Feines Handwerk (klick!) wurde ich fündig. Ihr Melonentörtchen sah so verführerisch aus, dass ich es mir gleich notiert habe. Für den Biskuitboden habe ich mich allerdings nicht nach ihren Angaben gerichtet, sondern mein persönliches Lieblingsrezept verwendet. Das Rezept für den weltbesten Biskuitteig findet ihr übrigens in der Rubrik Grundrezepte (klick!). Hier verrate ich euch nach und nach die Rezepte für ein paar Kuchenteigklassiker und andere nützliche Grundrezepte rund ums Kochen und Backen. Da ich aber sehr viel ausprobiere und experimentiere, kann es eine Weile dauern, bis ich mich für das beste Rezepte entscheide und es einstelle.


Das Rezept für die leckere Melonencreme habe ich - wie gesagt - hier bei Sara von Feines Handwerk entdeckt (klick!). Ich habe es ein klein wenig abgewandelt.

Wir brauchen für die Creme

10 Blatt Gelatine
½ Wassermelone (kernarm)
80 g Zucker
1 EL Limettensaft
300 g Magerjoghurt
200 g Sahne
etwas Aprikosenmarmelade

Zunächst wird die Gelatine in kaltem Wasser eingeweicht. Währenddessen könnt ihr euch der Melone widmen. Ich habe zunächst eine ca. 1 cm dicke Scheibe abgeschnitten und kleine Blümchen für die Dekoration ausgestochen. Anschließend wird das übrige Fruchtfleisch mit einem passenden Ausstecher zu kleinen (Halb-)Kugeln geformt. Am Ende solltet ihr ca. 100 g Fruchtfleisch (dafür eignen sich auch die Reste vom Kugelausstechen) übrig haben und diese zusammen mit Zucker und Limettensaft pürieren. Nun wird das Püree in einem Topf erhitzt und die Gelatine in der warmen Flüssigkeit aufgelöst. Anschließend wird der Joghurt untergezogen und die Masse für einige Zeit kühl gestellt bis sie anfängt zu gelieren. Dann wird die Sahne steif geschlagen und untergehoben. Den fertigen Biskuitboden könnt ihr nun in der Mitte teilen und um den unteren Boden abermals den (gesäuberten) Tortenring legen. Damit die Sahnecreme den Biskuit nicht durchweicht, könnt ihr ihn dünn mit Aprikosenmarmelade bestreichen. Nun verteilt ihr die Melonenbällchen gleichmäßig auf dem Teig und gießt ihn mit ca. ⅔ der Melonen-Joghurt-Sahne-Masse auf. Nun kommt der zweite Boden oben drauf und wird mit dem Rest der Melonensahne überzogen. Das ganze Törtchen wird nun für 3 Stunden kalt gestellt und am Ende mit den Melonenblüten verziert. Fertig!


Dieser kleine Melonentraum hat sich wirklich allergrößter Beliebtheit erfreut und war ratzfatz weggeputzt. Ich könnte mir vorstellen, dass man das Rezept ebenso gut auch mit einer ganzen Galia- oder Honigmelone ausprobieren könnte. Vielleicht ist das eine Alternative für all jene, die Wassermelone nicht allzu gern mögen. Ich bin jedenfalls ganz begeistert vom Rezept und werde es im Laufe des Sommers ganz bestimmt noch einmal machen.
Und weil mich das Melonentörtchen derart überzeugt hat, hab' ich's gleich mal bei Claras aktueller "Ich back's mir"-Runde im Juli (klick!) eingestellt. Wäre doch schade, wenn so ein leckeres Rezept nur wenige erreichen würde :)


Alles Liebe, eure Anne


Eine kulinarische Reise durch Berlin + GIVE AWAY

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"Berlin ist arm, aber sexy!"
Das sagte einmal Klaus Wowereit in einem Interview mit Focus Money. Das war 2003 und seitdem hält sich hartnäckig dieses Gerücht. Wer Berlin kennt, weiß: Berlin ist nicht nur arm und nicht nur sexy. Berlin ist an einigen Ecken auch stinkereich und absolut unsexy. Aber eines ist Berlin ganz sicher: bunt! Berlin ist so unglaublich vielfältig und keineswegs langweilig. Hier gibt's wahrscheinlich nichts, was es nicht gibt. Ich bin in Berlin geboren und liebe es. Und das, obwohl diese Stadt auch sagenhaft dreckig und laut und nervig sein kann. Ich liebe Berlin vor allem für seine Vielfältigkeit. Hier gibt's unter anderem Metropolentrubel to go, Strandfeeling an der Spree, spontane Open-air-Konzerte, Wald und Wiesen mitten in der Stadt und natürlich gefühlt eine Million Restaurants, Bars und Cafés (wenn ich so darüber nachdenke, vielleicht sollte ich euch mal meine persönliche  Berlin-Tipps verraten?). Man kann eine kulinarische Reise durch Berlin unternehmen und sich dabei an fast jeden Ort der Welt träumen. Ein kulinarischer Kurzurlaub mitten in der Großstadt quasi.
Das Team von TasteTwelve (klick!) hat sich da etwas Feines ausgedacht, um ein wenig dieser Vielfalt einzufangen - ein Stadtführer durch besondere Restaurants großer deutscher Städte. Neben Hamburg, Düsseldorf, Köln, München und Stuttgart, gibt es nun auch eine Ausgabe für die Hauptstadt (klick!).

Auf ihrer Website beschreibt TasteTwelve das Vorhaben so:

"Mit größter Sorgfalt haben wir für TasteTwelve Berlin 2014 zwölf Restaurants ausgewählt, die genau diese verschiedenen Facetten unserer geliebten Hauptstadt widerspiegeln: von waschechter Berliner Küche über Hausmannskost in ländlicher Idylle bis hin zur internationalen Cuisine. Lassen Sie sich überraschen von städtischem Flair, kulinarischen Sensationen und innovativen Gastronomen! Im hinteren Teil des Buches haben wir noch einige Besonderheiten für Sie: Taste Urban lädt zum kosmetischen Feinschliff und unter Taste Art stellen wir den Künstler Marc Bijl vor. Außerdem erfahren Sie mehr über die Kantine Kreuzberg, die mit einem Euro pro verkauftes Buch unterstützt wird!" (klick!)

Diese zwölf Restaurants sind in diesem Jahr dabei: Altes Zollhaus / Anabelas Kitchen / Austeria Brasserie / E.T.A. Hoffmann / Filetstück / Le petit Felix / ∅ /Pantry / Paris - Moskau / Richard / Rotisserie Weingrün / Spargelhof Kremmen
Doch dieses Buch* ist kein gewöhnlicher Restaurantführer. Denn jeder Besitzer dieses feinen Büchleins bekommt, wenn er zu zweit eines der vorgestellten Restaurants besucht, ein Hauptgericht gratis. Dazu gibt man - am besten schon bei einer Reservierung - einfach an, dass man das Angebot von TasteTwelve in Anspruch nehmen möchte. Nach dem Restaurantbesuch gibt's dann einen Stempel auf die entsprechende Seite - fertig! Einzige Vorraussetzungen: man bringt das Büchlein von TasteTwelve mit und bestellt zwei Hauptgerichte. Ich finde diese Idee wirklich großartig und die Auswahl der Restaurants ist ebenso vielfältig wie exquisit.

"Die Restaurants werden allesamt von Insidern (Gastronomen, Opinion Leader und Szene-Kennern) empfohlen. Allen Empfehlungen wird dann nachgegangen und 12 schaffen es ins Buch. Wichtig hierbei ist der Mix der Restaurants im Buch, um es interessant für den kulinarischen Berliner zu gestalten."

Man findet zum Beispiel regionale Küche im Alten Zollhaus, französische Genüsse in der Austeria Brasserie, ein Gaumenfest für Fleischliebhaber im Filetstück oder Ibero-Pasific-Cuisine im Pantry. Jedes Restaurant wird im Büchlein mit einer Doppelseite vorgestellt. Dort erfährt man auf einen Blick, welche Art der Küche einen erwartet, wann das Restaurant gegründet wurde, wie viele Plätze es fasst, das Leibgericht des Chefkochs, die Öffnungszeiten, natürlich die Kontaktdaten und einen Tipp für die Anfahrt mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln. Außerdem findet sich zu jedem Restaurant ein kleiner beschreibender Text und ein Foto.

So sind die Seiten der einzelnen Restaurants gestaltet.
Während TasteTwelve erst vor Kurzem nach Berlin kam, blickt das Projekt schon auf eine längere und sogar internationale Erfolgsgeschichte zurück:

"Die Idee zu TasteTwelve entwickelte Initiator Jochen Schmelzer, selbst genussfreudiger Rheinländer, während eines längeren Aufenthaltes in Stockholm. Auf der Suche nach den besten Restaurants der Stadt stellte er fest, dass sich die Insider-Tipps der Gastronomie-Szene als die lohnendsten Wege erweisen. Ihm wurde außerdem klar, dass die Köche sich freuen, neue Gäste zu einer Kostprobe einzuladen und dabei von ihrem Können zu überzeugen. Der Restaurant-Führer für Stockholm, der 2006 auf diese Weise entstand, ist mittlerweile eine Institution, die Auflage von 5.000 Exemplaren jedes Jahr ausverkauft. Nach der Rückkehr in die Heimat lag es somit nahe, das Erfolgskonzept zunächst auf das Rheinland und sukzessive auf ganz Deutschland zu übertragen."

Und nun darf ich gemeinsam mit TasteTwelve eines dieser wunderbaren Büchlein an euch verlosen. Ich selbst bin ganz begeistert von der Idee, dem liebevoll gestalteten Layout und den verschiedenen Restaurants. Da es ein Restaurantführer ausschließlich für Berlin ist, sollten sich all jene angesprochen fühlen, die aus Berlin oder dem Umland kommen, regelmäßig in der Hauptstadt sind oder einem Berliner eine Freude machen möchte :). Und so geht's:
Das Gewinnspiel läuft bis einschließlich Donnerstag, den 31. Juli. Teilnehmen kann jede natürliche Person mit Wohnsitz in Deutschland. Ihr müsst nicht unbedingt einen Blog haben. Wenn ihr anonym kommentiert, gebt nur bitte zusätzlich eine Email-Adresse mit an, unter der ich euch im Gewinnfall erreichen kann. Kommentare ohne Namen und Email-Adresse werden nicht berücksichtigt. Der Gewinner wird per Zufallswahl ermittelt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!
Der Gewinn* wird mir freundlicherweise von TasteTwelve (klick!) zur Verfügung gestellt.

1. Los: Ein Los im Lostopf erhaltet ihr durch euren Kommentar unter diesem Post (Kommentarfunktion in der Kopfleiste unterhalb des Posttitels). Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eurer Lieblingsrestaurant verraten würdet.

2. Los: Jeder, der darüber hinaus den "Gefällt mir"-Button auf Chèvre Culinaires Facebookseite (klick!) drückt und mir so ein Däumchen da lässt, bekommt zusätzlich ein zweites Los und verdoppelt so seine Gewinnchancen.
3. Los: Wer diesen Link außerdem auf seinem Blog oder seiner Facebookseite teilt (gern könnt ihr das erste Bild mitnehmen), erhält ein 3. Los und verdreifacht seine Gewinnchancen.

Zu einem persönlichen Lieblingsrestaurant möchte sich die Redaktion von TasteTwelve Berlin übrigens nicht äußern:"Gibt es sicherlich, wird aber nicht genannt ;-) das würde unsere Neutralität belasten." Das gilt natürlich auch für mich, obwohl's da den ein oder anderen Favoriten durchaus gäbe. Dann heißt es also für den/die glückliche/n Gewinner/in: einfach alle ausprobieren! Es lohnt sich!

Alles Liebe, eure Anne

*sponsored
Obendrein unterstützt TasteTwelve mit einem Euro pro verkauftem Buch das gemeinnützige Projekt der Kantine Kreuzberg, die Workshops, Fördermöglichkeiten rund um Musik Integration und Kultur sowie einen für Kinder kostenlosen Mittagstisch anbieten.

Das Herzensprojekt - White wedding zur Silberhochzeit (Event)

Kommentare:
Zum Aperitif  gab es einen Champagnercocktail mit einem Schuss Holunderblütensirup und gefrorenen Himbeeren.


Ich habe es euch ja bereits angekündigt - und heute zeige ich euch ein paar Eindrücke eben jenes großen Ereignisses, dass mich im Juni so viel Zeit, Mühe und die ein oder anderen Nerven gekostet hat. Ein Event, das mein Organisationsbaby und mein Herzensprojekt war. Ich habe es nämlich für zwei der wichtigsten Menschen meines Lebens auf die Beine gestellt: Mama & Papa. Die beiden hatten 25 Ehejahre zu feiern und das verlangte nach einer richtig tollen Party! Die ist es geworden, das kann ich euch versichern. Meine Vision: ein elegantes Gartenfest ganz in Weiß mit ein paar rosafarbenen Akzenten. Nun ist es ja aber so, dass Petrus in unseren Breiten manchmal zickig wie ein Teenager sein kann. Also bin ich auf Nummer sicher gegangen und habe mich nicht auf babyblauen Himmel, Sonne satt und 30°C verlassen. Stattdessen habe ich auch gleich noch ein 10x6 m großes Zelt dazu bestellt. Bloß gut, denn natürlich hat uns der Himmel am Abend immer wieder mit fröhlichen Wolkenbrüchen beglückt.
Das komplette Eventmobiliar kam übrigens von Jump Events (klick!). Zelt, Banktetttische, Stühle, weiße Tischwäsche und Hussen, Heizpilze, Stehtische und Buffetttische mit Skirting, Beleuchtung, Chafing-Dish, Geschirr, Gläser und Besteck: alles aus einer Hand! Für die gesamte Dekoration war ich alleinverantwortlich. Mit der besten Unterstützung meiner Oma und meiner Patentante habe ich alles geplant, gekauft und gebastelt. Das war eine Riesenfreude! Ich liebe solche aufwendigen Organisationen und Planereien und die schönste Belohnung für all die Arbeit war am Ende die Begeisterung des Silberpaars. Auch über mein persönliches Highlight: das abendliche Nachtischbuffett - den Sweet Table. Ich habe ausnahmslos alles selbst gemacht, gebackenen und natürlich dekoriert. Neben Zitronen-Macarons (die in der abendlichen Beleuchtung irgendwie rosa aussahen) gab es Mousse au Vanille, Panna Cotta mit Fruchtpüree (klick!), Creme Brûlleé, Mascarponecreme auf Himbeeren (klick!), Schoko-Minz Minicupcakes (klick!), Stracciatellacreme, Baiserküsschen und natürlich meine allererste dreistöckige Hochzeitstorte. Oh man, die hat mich vielleicht Nerven gekostet und bestimmt ein paar graue Haare beschert. Woche im Voraus habe ich mich auf diese Herausforderung vorbereitet, das Internet nach nützlichen Tipps durchforstet und endlose Pläne gemacht. Am Ende ist der unterste Boden ein massiver Schoko-Walnuss-Brownie, die mittlere Etage die köstliche Kokos-Mousse-Torte aus dem Knusperstübchen (klick!) und zu oberst ein Limetten-Sahne-Törtchen geworden. Die obere und die untere Etage habe ich außerdem mit weißem Fondant eingeschlagen und die mittlere mit Blüten aus Blütenpaste dekoriert.
So, nun überlasse ich euch mal ganz den Bildern und euren eignen Eindrücken. Habt viel Spaß beim Durchblättern und vielleicht inspiriert euch das ein oder andere zu einer eigenen kleinen Feier :)

Alles Liebe, eure Anne
Die Tische waren mit cremeweißen und rosafarbenen Rosen dekoriert. Die Gestecke hat meine Oma selber gemacht.

Diese kleinen Flattermänner sind aus Prägekarton in Handarbeit entstanden und beschriftet - ganz persönliche Namenskärtchen.

In einem weißen Kochbuchständer wartete den Abend über ein Gästebuch auf ein paar persönliche Worte. 
Das Farbkonzept war überwiegend in weiß mit rosafarbenen Akzenten gehalten. 

Es gab zwar leider keine blütenweißen Stoffservietten, aber dafür passend geprägte Papierservietten mit Perlmuttglanz.