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Du wunderbare Wunderbeere - Heidelbeertörtchen mit Quark

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Blaubeere, Schwarzbeere, Mollbeere, Wildbeere, Waldbeere, Bickbeere, Zeckbeere, Moosbeere, Heubeere - alles Bezeichnungen für eine kleine runde Wunderbeere. Wunderbeere, weil sie so wunderbar köstlich und vielfältig zu verarbeiten ist. Ich liebe, liebe Heidelbeeren und verbinde mit ihnen immer glückliche Kindertage bei Oma und Opa an der Nordsee. In den Sommerferien haben wir uns die Bäuche mit Unmengen Heidelbeeren vollgeschlagen. Die wurden meist pur, mit Zucker oder in Milch serviert.
Klickt man sich momentan so lustig durch diversen Foodblogs, kommt man an Heidelbeerrezepten ja wirklich nicht vorbei. Das ist großartig, weil man viele neue Ideen aufschnappt. Andererseits steht man angesichts einer sooo großen Auswahl natürlich auch vor der Frage: 'Wann soll ich das nur alles nachbacken bzw. -kochen?' Ich mache mal den Anfang mit Anjas großartigem Rezept für diese Torte (klick!). Bei Butiksofie habe ich mich direkt mal wieder schockverliebt! Anjas Bilder begeistern mich ja generell und ihre "Blaubeer Lavendel Quark Torte In Radiant Orchid" machte da keine Ausnahme. Ich habe das Rezept ein bisschen nach meinen Bedürfnissen abgeändert - das Ergebnis bleibt ungebrochen köstlich! Auch wenn die Farbe ein wenig anders geworden ist - vielleicht sind die Blaubeeren in Berlin einfach ein bisschen blasser um die Nase ;)


Wir brauchen

150 g Cornflakes
50 g Butter
100 g weiße Schokolade
1 EL Zucker
1 Prise Salz
600 g Blaubeeren
12 Blatt Gelatine
400 g Quark
2 Pck. Vanillezucker
1 EL Zitronensaft
500 g Sahne

Zunächst wird eine Springform (∅ 20 cm) mit Backpapier ausgekleidet bzw. einen Tortenring auf selbiges gestellt. Anschließend werden die Cornflakes ordentlich zerstoßen, Butter und Schokolade geschmolzen, Zucker und Salz darin aufgelöst und anschließend alles vermengt. Nun verteilt ihr die Masse gleichmäßig in der Form und lasst ihn im Kühlschrank aushärten.
Jetzt geht's mit der Tortencreme weiter. Hierfür werden zunächst die Blaubeeren gewaschen, püriert und aufgekocht. Währenddessen kann die Gelatine in kaltem Wasser einweichen und in einer separaten Schüssel der Quark mit Vanillezucker und Zitronensaft vermengt. Nehmt nun das heiße Blaubeerpüree vom Herd, löst die Gelatine darin auf und gebt die Quarkmasse hinzu. Alles wird nun abermals im Kühlschrank kalt gestellt. Wenn die Masse zu gelieren beginnt, hebt ihr die geschlagene Sahne unter und verteilt die Tortencreme auf dem Krümelboden. Nun geht's für mindestens drei Stunden ins Kühlgerät. Fertig!


Die feine Blaubeerdeko wie bei Anja gab's dann leider nicht, da ich Dusselchen bereits radikal alle Blaubeeren dem Pürierstab zum Fraß vorgeworfen hatte. Als ich das Gerät schließlich aus dem Beeren-Massaker zog, fiel es mir siedendheiß ein: "Hätt'ste mal ein paar Beerchen für die Deko aufgehoben". Nun ja, Dusseligkeit gehört gestraft. Also blieb die Torte nackig ;)
Dieses Rezept ist aber auch nackig eine Wucht - der Ofen bleibt aus und man hat ein wunderbar fruchtiges und erfrischendes Törtchen. Hier geht's ja momentan wirklich törtchenmäßig rund. Erst die Melonentorte, jetzt das Heidelbeerstück. Aber es ist doch auch zu lecker! Bei diesen Temperaturen kann eben kein lauwarmer Apfelkuchen mit einer gekühlten Sahnetorte mithalten :) In diesem Sinne verabschiede ich mich mit einem Glas eisgekühlten Homemade Icetea, der übrigens schon in den Startlöchern für den nächsten Beitrag steht, an meine Abschlussarbeit.

Alles Liebe, eure Anne

P.s.: Ihr lieben Berliner (und Freunde)! Bis Donnerstag habt ihr noch die Chance das tolle Büchlein von TasteTwelve zu gewinnen. Schnell rübergehuscht, Kommentar da gelassen und in den Lostopf gehüpft (klick!).

So schmeckt der Sommer - Wassermelonentorte

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Sommer ist doch wirklich etwas Feines! Ich liebe es, wenn die Sonne rund um die Uhr scheint. Man fühlt sich gleich viel ausgeglichener und auch die Menschen sind viel fröhlicher. Ich gebe offen zu, dass ein Sommer in der Heimat für mich nicht zwingend mit 30°C+ verbunden sein müsste. Aber besser ein heißer Sommer als Dauerregen :)
Ein weiteres Highlight im Sommer: Wassermelone! Eisgekühlt ist das doch wirklich der erfrischendste Snack für Zwischendurch. Mein Bruder sieht das genauso - wir sind beide verrückt nach der saftig roten Sommerfrucht. Deshalb machte ich mich anlässlich seines Geburtstags vor einigen Wochen auf die Suche nach dem Melonenrezept. Bei Sara von Feines Handwerk (klick!) wurde ich fündig. Ihr Melonentörtchen sah so verführerisch aus, dass ich es mir gleich notiert habe. Für den Biskuitboden habe ich mich allerdings nicht nach ihren Angaben gerichtet, sondern mein persönliches Lieblingsrezept verwendet. Das Rezept für den weltbesten Biskuitteig findet ihr übrigens in der Rubrik Grundrezepte (klick!). Hier verrate ich euch nach und nach die Rezepte für ein paar Kuchenteigklassiker und andere nützliche Grundrezepte rund ums Kochen und Backen. Da ich aber sehr viel ausprobiere und experimentiere, kann es eine Weile dauern, bis ich mich für das beste Rezepte entscheide und es einstelle.


Das Rezept für die leckere Melonencreme habe ich - wie gesagt - hier bei Sara von Feines Handwerk entdeckt (klick!). Ich habe es ein klein wenig abgewandelt.

Wir brauchen für die Creme

10 Blatt Gelatine
½ Wassermelone (kernarm)
80 g Zucker
1 EL Limettensaft
300 g Magerjoghurt
200 g Sahne
etwas Aprikosenmarmelade

Zunächst wird die Gelatine in kaltem Wasser eingeweicht. Währenddessen könnt ihr euch der Melone widmen. Ich habe zunächst eine ca. 1 cm dicke Scheibe abgeschnitten und kleine Blümchen für die Dekoration ausgestochen. Anschließend wird das übrige Fruchtfleisch mit einem passenden Ausstecher zu kleinen (Halb-)Kugeln geformt. Am Ende solltet ihr ca. 100 g Fruchtfleisch (dafür eignen sich auch die Reste vom Kugelausstechen) übrig haben und diese zusammen mit Zucker und Limettensaft pürieren. Nun wird das Püree in einem Topf erhitzt und die Gelatine in der warmen Flüssigkeit aufgelöst. Anschließend wird der Joghurt untergezogen und die Masse für einige Zeit kühl gestellt bis sie anfängt zu gelieren. Dann wird die Sahne steif geschlagen und untergehoben. Den fertigen Biskuitboden könnt ihr nun in der Mitte teilen und um den unteren Boden abermals den (gesäuberten) Tortenring legen. Damit die Sahnecreme den Biskuit nicht durchweicht, könnt ihr ihn dünn mit Aprikosenmarmelade bestreichen. Nun verteilt ihr die Melonenbällchen gleichmäßig auf dem Teig und gießt ihn mit ca. ⅔ der Melonen-Joghurt-Sahne-Masse auf. Nun kommt der zweite Boden oben drauf und wird mit dem Rest der Melonensahne überzogen. Das ganze Törtchen wird nun für 3 Stunden kalt gestellt und am Ende mit den Melonenblüten verziert. Fertig!


Dieser kleine Melonentraum hat sich wirklich allergrößter Beliebtheit erfreut und war ratzfatz weggeputzt. Ich könnte mir vorstellen, dass man das Rezept ebenso gut auch mit einer ganzen Galia- oder Honigmelone ausprobieren könnte. Vielleicht ist das eine Alternative für all jene, die Wassermelone nicht allzu gern mögen. Ich bin jedenfalls ganz begeistert vom Rezept und werde es im Laufe des Sommers ganz bestimmt noch einmal machen.
Und weil mich das Melonentörtchen derart überzeugt hat, hab' ich's gleich mal bei Claras aktueller "Ich back's mir"-Runde im Juli (klick!) eingestellt. Wäre doch schade, wenn so ein leckeres Rezept nur wenige erreichen würde :)


Alles Liebe, eure Anne


Eine kulinarische Reise durch Berlin + GIVE AWAY

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"Berlin ist arm, aber sexy!"
Das sagte einmal Klaus Wowereit in einem Interview mit Focus Money. Das war 2003 und seitdem hält sich hartnäckig dieses Gerücht. Wer Berlin kennt, weiß: Berlin ist nicht nur arm und nicht nur sexy. Berlin ist an einigen Ecken auch stinkereich und absolut unsexy. Aber eines ist Berlin ganz sicher: bunt! Berlin ist so unglaublich vielfältig und keineswegs langweilig. Hier gibt's wahrscheinlich nichts, was es nicht gibt. Ich bin in Berlin geboren und liebe es. Und das, obwohl diese Stadt auch sagenhaft dreckig und laut und nervig sein kann. Ich liebe Berlin vor allem für seine Vielfältigkeit. Hier gibt's unter anderem Metropolentrubel to go, Strandfeeling an der Spree, spontane Open-air-Konzerte, Wald und Wiesen mitten in der Stadt und natürlich gefühlt eine Million Restaurants, Bars und Cafés (wenn ich so darüber nachdenke, vielleicht sollte ich euch mal meine persönliche  Berlin-Tipps verraten?). Man kann eine kulinarische Reise durch Berlin unternehmen und sich dabei an fast jeden Ort der Welt träumen. Ein kulinarischer Kurzurlaub mitten in der Großstadt quasi.
Das Team von TasteTwelve (klick!) hat sich da etwas Feines ausgedacht, um ein wenig dieser Vielfalt einzufangen - ein Stadtführer durch besondere Restaurants großer deutscher Städte. Neben Hamburg, Düsseldorf, Köln, München und Stuttgart, gibt es nun auch eine Ausgabe für die Hauptstadt (klick!).

Auf ihrer Website beschreibt TasteTwelve das Vorhaben so:

"Mit größter Sorgfalt haben wir für TasteTwelve Berlin 2014 zwölf Restaurants ausgewählt, die genau diese verschiedenen Facetten unserer geliebten Hauptstadt widerspiegeln: von waschechter Berliner Küche über Hausmannskost in ländlicher Idylle bis hin zur internationalen Cuisine. Lassen Sie sich überraschen von städtischem Flair, kulinarischen Sensationen und innovativen Gastronomen! Im hinteren Teil des Buches haben wir noch einige Besonderheiten für Sie: Taste Urban lädt zum kosmetischen Feinschliff und unter Taste Art stellen wir den Künstler Marc Bijl vor. Außerdem erfahren Sie mehr über die Kantine Kreuzberg, die mit einem Euro pro verkauftes Buch unterstützt wird!" (klick!)

Diese zwölf Restaurants sind in diesem Jahr dabei: Altes Zollhaus / Anabelas Kitchen / Austeria Brasserie / E.T.A. Hoffmann / Filetstück / Le petit Felix / ∅ /Pantry / Paris - Moskau / Richard / Rotisserie Weingrün / Spargelhof Kremmen
Doch dieses Buch* ist kein gewöhnlicher Restaurantführer. Denn jeder Besitzer dieses feinen Büchleins bekommt, wenn er zu zweit eines der vorgestellten Restaurants besucht, ein Hauptgericht gratis. Dazu gibt man - am besten schon bei einer Reservierung - einfach an, dass man das Angebot von TasteTwelve in Anspruch nehmen möchte. Nach dem Restaurantbesuch gibt's dann einen Stempel auf die entsprechende Seite - fertig! Einzige Vorraussetzungen: man bringt das Büchlein von TasteTwelve mit und bestellt zwei Hauptgerichte. Ich finde diese Idee wirklich großartig und die Auswahl der Restaurants ist ebenso vielfältig wie exquisit.

"Die Restaurants werden allesamt von Insidern (Gastronomen, Opinion Leader und Szene-Kennern) empfohlen. Allen Empfehlungen wird dann nachgegangen und 12 schaffen es ins Buch. Wichtig hierbei ist der Mix der Restaurants im Buch, um es interessant für den kulinarischen Berliner zu gestalten."

Man findet zum Beispiel regionale Küche im Alten Zollhaus, französische Genüsse in der Austeria Brasserie, ein Gaumenfest für Fleischliebhaber im Filetstück oder Ibero-Pasific-Cuisine im Pantry. Jedes Restaurant wird im Büchlein mit einer Doppelseite vorgestellt. Dort erfährt man auf einen Blick, welche Art der Küche einen erwartet, wann das Restaurant gegründet wurde, wie viele Plätze es fasst, das Leibgericht des Chefkochs, die Öffnungszeiten, natürlich die Kontaktdaten und einen Tipp für die Anfahrt mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln. Außerdem findet sich zu jedem Restaurant ein kleiner beschreibender Text und ein Foto.

So sind die Seiten der einzelnen Restaurants gestaltet.
Während TasteTwelve erst vor Kurzem nach Berlin kam, blickt das Projekt schon auf eine längere und sogar internationale Erfolgsgeschichte zurück:

"Die Idee zu TasteTwelve entwickelte Initiator Jochen Schmelzer, selbst genussfreudiger Rheinländer, während eines längeren Aufenthaltes in Stockholm. Auf der Suche nach den besten Restaurants der Stadt stellte er fest, dass sich die Insider-Tipps der Gastronomie-Szene als die lohnendsten Wege erweisen. Ihm wurde außerdem klar, dass die Köche sich freuen, neue Gäste zu einer Kostprobe einzuladen und dabei von ihrem Können zu überzeugen. Der Restaurant-Führer für Stockholm, der 2006 auf diese Weise entstand, ist mittlerweile eine Institution, die Auflage von 5.000 Exemplaren jedes Jahr ausverkauft. Nach der Rückkehr in die Heimat lag es somit nahe, das Erfolgskonzept zunächst auf das Rheinland und sukzessive auf ganz Deutschland zu übertragen."

Und nun darf ich gemeinsam mit TasteTwelve eines dieser wunderbaren Büchlein an euch verlosen. Ich selbst bin ganz begeistert von der Idee, dem liebevoll gestalteten Layout und den verschiedenen Restaurants. Da es ein Restaurantführer ausschließlich für Berlin ist, sollten sich all jene angesprochen fühlen, die aus Berlin oder dem Umland kommen, regelmäßig in der Hauptstadt sind oder einem Berliner eine Freude machen möchte :). Und so geht's:
Das Gewinnspiel läuft bis einschließlich Donnerstag, den 31. Juli. Teilnehmen kann jede natürliche Person mit Wohnsitz in Deutschland. Ihr müsst nicht unbedingt einen Blog haben. Wenn ihr anonym kommentiert, gebt nur bitte zusätzlich eine Email-Adresse mit an, unter der ich euch im Gewinnfall erreichen kann. Kommentare ohne Namen und Email-Adresse werden nicht berücksichtigt. Der Gewinner wird per Zufallswahl ermittelt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!
Der Gewinn* wird mir freundlicherweise von TasteTwelve (klick!) zur Verfügung gestellt.

1. Los: Ein Los im Lostopf erhaltet ihr durch euren Kommentar unter diesem Post (Kommentarfunktion in der Kopfleiste unterhalb des Posttitels). Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eurer Lieblingsrestaurant verraten würdet.

2. Los: Jeder, der darüber hinaus den "Gefällt mir"-Button auf Chèvre Culinaires Facebookseite (klick!) drückt und mir so ein Däumchen da lässt, bekommt zusätzlich ein zweites Los und verdoppelt so seine Gewinnchancen.
3. Los: Wer diesen Link außerdem auf seinem Blog oder seiner Facebookseite teilt (gern könnt ihr das erste Bild mitnehmen), erhält ein 3. Los und verdreifacht seine Gewinnchancen.

Zu einem persönlichen Lieblingsrestaurant möchte sich die Redaktion von TasteTwelve Berlin übrigens nicht äußern:"Gibt es sicherlich, wird aber nicht genannt ;-) das würde unsere Neutralität belasten." Das gilt natürlich auch für mich, obwohl's da den ein oder anderen Favoriten durchaus gäbe. Dann heißt es also für den/die glückliche/n Gewinner/in: einfach alle ausprobieren! Es lohnt sich!

Alles Liebe, eure Anne

*sponsored
Obendrein unterstützt TasteTwelve mit einem Euro pro verkauftem Buch das gemeinnützige Projekt der Kantine Kreuzberg, die Workshops, Fördermöglichkeiten rund um Musik Integration und Kultur sowie einen für Kinder kostenlosen Mittagstisch anbieten.

Das Herzensprojekt - White wedding zur Silberhochzeit (Event)

Kommentare:
Zum Aperitif  gab es einen Champagnercocktail mit einem Schuss Holunderblütensirup und gefrorenen Himbeeren.


Ich habe es euch ja bereits angekündigt - und heute zeige ich euch ein paar Eindrücke eben jenes großen Ereignisses, dass mich im Juni so viel Zeit, Mühe und die ein oder anderen Nerven gekostet hat. Ein Event, das mein Organisationsbaby und mein Herzensprojekt war. Ich habe es nämlich für zwei der wichtigsten Menschen meines Lebens auf die Beine gestellt: Mama & Papa. Die beiden hatten 25 Ehejahre zu feiern und das verlangte nach einer richtig tollen Party! Die ist es geworden, das kann ich euch versichern. Meine Vision: ein elegantes Gartenfest ganz in Weiß mit ein paar rosafarbenen Akzenten. Nun ist es ja aber so, dass Petrus in unseren Breiten manchmal zickig wie ein Teenager sein kann. Also bin ich auf Nummer sicher gegangen und habe mich nicht auf babyblauen Himmel, Sonne satt und 30°C verlassen. Stattdessen habe ich auch gleich noch ein 10x6 m großes Zelt dazu bestellt. Bloß gut, denn natürlich hat uns der Himmel am Abend immer wieder mit fröhlichen Wolkenbrüchen beglückt.
Das komplette Eventmobiliar kam übrigens von Jump Events (klick!). Zelt, Banktetttische, Stühle, weiße Tischwäsche und Hussen, Heizpilze, Stehtische und Buffetttische mit Skirting, Beleuchtung, Chafing-Dish, Geschirr, Gläser und Besteck: alles aus einer Hand! Für die gesamte Dekoration war ich alleinverantwortlich. Mit der besten Unterstützung meiner Oma und meiner Patentante habe ich alles geplant, gekauft und gebastelt. Das war eine Riesenfreude! Ich liebe solche aufwendigen Organisationen und Planereien und die schönste Belohnung für all die Arbeit war am Ende die Begeisterung des Silberpaars. Auch über mein persönliches Highlight: das abendliche Nachtischbuffett - den Sweet Table. Ich habe ausnahmslos alles selbst gemacht, gebackenen und natürlich dekoriert. Neben Zitronen-Macarons (die in der abendlichen Beleuchtung irgendwie rosa aussahen) gab es Mousse au Vanille, Panna Cotta mit Fruchtpüree (klick!), Creme Brûlleé, Mascarponecreme auf Himbeeren (klick!), Schoko-Minz Minicupcakes (klick!), Stracciatellacreme, Baiserküsschen und natürlich meine allererste dreistöckige Hochzeitstorte. Oh man, die hat mich vielleicht Nerven gekostet und bestimmt ein paar graue Haare beschert. Woche im Voraus habe ich mich auf diese Herausforderung vorbereitet, das Internet nach nützlichen Tipps durchforstet und endlose Pläne gemacht. Am Ende ist der unterste Boden ein massiver Schoko-Walnuss-Brownie, die mittlere Etage die köstliche Kokos-Mousse-Torte aus dem Knusperstübchen (klick!) und zu oberst ein Limetten-Sahne-Törtchen geworden. Die obere und die untere Etage habe ich außerdem mit weißem Fondant eingeschlagen und die mittlere mit Blüten aus Blütenpaste dekoriert.
So, nun überlasse ich euch mal ganz den Bildern und euren eignen Eindrücken. Habt viel Spaß beim Durchblättern und vielleicht inspiriert euch das ein oder andere zu einer eigenen kleinen Feier :)

Alles Liebe, eure Anne
Die Tische waren mit cremeweißen und rosafarbenen Rosen dekoriert. Die Gestecke hat meine Oma selber gemacht.

Diese kleinen Flattermänner sind aus Prägekarton in Handarbeit entstanden und beschriftet - ganz persönliche Namenskärtchen.

In einem weißen Kochbuchständer wartete den Abend über ein Gästebuch auf ein paar persönliche Worte. 
Das Farbkonzept war überwiegend in weiß mit rosafarbenen Akzenten gehalten. 

Es gab zwar leider keine blütenweißen Stoffservietten, aber dafür passend geprägte Papierservietten mit Perlmuttglanz.






Knusper, knusper, knäuschen - Haferkekse mit Lavendel

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Sport ist ja nicht so mein Ding (sehr zu meinem Bedauern). Aber im Ausdauer-Bummeln bin ich ganz groß. Ich könnte stundenlang durch die verschiedensten Lädchen bummeln. Meine Kraftreserven sind dabei quasi unerschöpflich - sehr zum Leidwesen meines Fleischfresserchens. Er kann sich zum Beispiel so gar nicht für stundenlanges Schauraum-Staunen beim blaugelben Möbelschweden begeistern. Vielmehr trottet er ein wenig mürrisch hinter mir her und hört sich meine ewigen Gedankenspiele an: 'Also weiße Sofas finde ich ja toll! Aber bei uns wär's wohl nicht lange weiß. Obwohl man sich ja ein weißes Sofa anschaffen sollte, solange noch keine kleinen Schokohändchen drauf patschen können. Andererseits kann man sich dann auch nie mal einfach so mit einer blauen Jeans auf die Couch lümmeln. Aber so eine hübsche Decke würde sich auf einem weißen Sofa auch ganz wunderbar machen - wie in einem kuschligen schwedischen Wochenendhaus. Was denkst du?' Diese Frage ist meist rein rethorisch.
Wofür sich das Fleischfresserchen beim Möbelschweden aber immer begeistern kann, kommt nach den Kassen. Der Schweden Shop - sein Schlaraffenland. Das Fleischfresserchen steht nämlich zum Beispiel total auf die Hot Dogs (ähem...wie kann man nur). Und für die Haferkekse würde er mich wahrscheinlich direkt an den Meistbietenden verschachern. Er liebt, liebt, liebt Haferkekse! Gutes Frauchen, das ich nun mal bin, habe ich mich deshalb heute mal ganz spontan in die Küche gestellt und Haferkekse für Monsieur gebacken. Einfach so - naja vielleicht auch, um nicht für drei Familienpackungen verschenkt zu werden ;) 



Diese leckeren Knusperkekse sind wirklich spitze - findet nicht nur Monsieur. Ich war mal so frei und habe den Klassiker mit etwas Lavendel verfeinert. Mjammi! Und weil ich neulich beim Stöbern im www bei der unfassbar talentierten Cookie-Künstlerin Liz von Arty McGoo (klick!) hängen geblieben bin und mich fast die ganze Nacht durch ihre Meisterwerke geklickt habe, musste ich die Kekschen gleich noch ein bisschen mit Eiweißspritzglasur verzieren. Und hier präsentiere ich euch das Ergebnis - ich werde weiter fleißig üben. Ich bin jetzt nämlich total infiziert vom Kekskunstwerken. Schaut unbedingt mal bei Liz vorbei, diese Frau ist wirklich der Knaller.

Wir brauchen

200 g weiche Butter
150 g Zucker
1 Ei
1 EL Lavendel
1 TL Backpulver
125 g Mehl
200 g Haferflocken
ca. 100 Backoblaten rund (∅5 cm)

250 g Puderzucker
2 EL Eiweißpulver
3 EL Wasser
Lebensmittelfarbe Lila & Grün


Heizt den Backofen auf 175 °C vor. Zunächst werden Butter, Zucker und Ei mit den Schneebesen des  Handrührgeräts schaumig geschlagen. Anschließend werden die Lavendelblüten, das Backpulver, Mehl und Haferflocken hinzugegeben und alles zu einem homogenen Teig verrührt. Nun verteilt ihr die die Hälfte der Backoblaten gleichmäßig auf zwei Blechen. Nun gebt ihr auf jede Oblate einen Kleks Teig. Achtet darauf, dass der Teig im Ofen auseinander läuft. Nehmt also pro Oblate nicht allzu viel Teig. Ich habe die Menge mit einem kleinen Melonenausstecher abgemessen. So hatte ich auf jedem Blättchen die gleiche Teigmenge und konnte sie gut in der Mitte platzieren. Nun geht's für die Backbleche für ca. 10 Minuten in den Ofen. Danach bedeckt ihr jeden Keks mit einer weiteren Oblate, drückt sie etwas an und schiebt sie noch einmal für ca. 5 Minuten in den Ofen. Ich habe die Haferkekse anschließend nochmals mit einem runden Keksausstecher in Form gebracht. Wer kein zwanghafter Ästhetikfreak ist, kann sich diesen Schritt auch sparen :) Am Ende rührt ihr die Zutaten für die Eiweißspritzglasur zusammen, teilt sie in zwei Hälften und färbt jeweils eine grün und lila ein. Dann ab in zwei kleine Spritztüten und los geht das fröhliche Verzieren.


Und weil diese kleinen Haferknuspereien wirklich eine Wucht sind, versuche ich mit ihnen mein Glück beim großartigen Knuspersommer der lieben Sarah aus dem Knusperstübchen. Sie verlost für die besten Knusperrezepte nämlich drei traumschöne Tortenplatten. Als bekennender Tortenplatten-Junkie darf ich mir diese Chance natürlich nicht entgehen lassen! Nun heißt es Däumchen drücken :)

Alles Liebe, eure Anne


Zum Abschied ein veganer Erdbeerkuchen ♥ Zusammenfassung + Gewinnerin

Kommentare:




Wie ihr ja wisst, ist meine Familie eine Bande passionierter Erdbeervernichter. Die roten Früchtchen haben bei uns eine erschreckend kurze Lebenserwartung. Was bot sich vor einiger Zeit also mehr an, als meinen Papa mal wieder einen Erdbeerkuchen zu backen? Das ist nämlich sein weltliebstes Gebäck. Da Töchterchen sich ja gerade 30 Tage ohne Tierisches im Essen ausprobierte, musste der Kuchen natürlich vegan werden. Und hier kommt das Ergebnis. Getestet und für gut befunden - auch von Papa :)

Das Rezept für den veganen Rührteig habe ich aus Nicole Justs Vegan Backen - mit Liebe, aber ohne Ei* (Klick!). Es ist wirklich großartig, dass man trotz veganer Ernährung eigentlich auf keine Gebäcklieblinge verzichten muss. Die liebe Nicole verrät in ihrem Buch nämlich nicht nur die veganen Alternativen der Grundteig-Klassiker von Rühr-, Hefe- und Quicheteig, sondern veganisiert auch unter anderem Quarkbällchen, Vanillekipferl und Triple-Chocolate-Cookies. Doch nun erstmal zum Rührteig!

Wir brauchen neben einer Springform (∅ 28 cm)

Für den Teig:
125 g weiche vegane Margarine
125 g Zucker
2 TL Sojamehl
1 Prise Salz
300 g Mehl
3 gestr. TL Backpulver
150 ml Soja- oder Hafermilch
vegane Margarine zum Einfetten der Form

500 g Erdbeeren
ca. 250 g veganen Vanillepudding
2 Päckchen veganen Tortenguss

Zunächst werden die weiche Margarine und der Zucker in einer Rührschüssel mit dem Handrührgerät auf niedriger Stufe schaumig geschlagen. Anschließend wird das Sojamehl, Salz, Mehl, Backpulver und Soja- oder Hafermilch hinzugegeben und unter die Zuckermasse gerührt. Auf höchster Stufe wird alles zu einem glatten Teig verrührt. Nun wird die Springform eingefettet, mit etwas Mehl bestäubt und der Backofen auf 200 °C vorgeheizt. Den Teig in die vorbereitete Form füllen und glatt streichen. Anschließend wird er auf mittlerer Schiene im vorgeheizten Backofen ca. 25-30 Minuten gebacken. Um zu überprüfen, ob er fertig ist, macht ihr einfach die Stäbchenprobe. Wenn kein Teig am Stäbchen hängen bleibt, lasst ihr den Kuchen in der Form gut auskühlen.

In der Zwischenzeit könnt ihr schon die Erdbeeren putzen, vom Stiel entfernen und halbieren. Wenn der Teig gut ausgekühlt ist, könnt ihr den veganen Vanillepudding (zum Beispiel von Alprosoja oder Provamel) auf dem Boden verstreichen und anschließend die Erdbeerhälften dekorativ platzieren. Nun rührt ihr noch den veganen Tortenguss an und verteilt ihn gleichmäßig auf dem Kuchen. Lasst abermals alles gut abkühlen und aushärten. Fertig!

Beim Tortenguss solltet ihr unter anderem auf das Geliermittel achten! Gelatine ist natürlich tabu! Carrageen ist hingegen unbedenklich, da es aus Algen hergestellt wird und daher rein pflanzlich ist. Beim roten Tortenguss aus der Tüte steckt der Teufel jedoch auch im Detail. Ein Detail mit dem Namen "Farbstoff: Echtes Karmin" (E 120). Dieser rote Farbstoff wird durch das Auskochen getrockneter Scharlach-Schildläuse gewonnen. Klingt schon ein bisschen eklig und ist natürlich keineswegs vegan! Aufgrund des teuren Herstellungsverfahren, wird aber auch vermehrt auf den synthetisch hergestellten Farbstoff E 124 zurückgegriffen. Also Augen auf beim Tortenguss-Kauf ;)


Nun ist unser Experiment vorbei - 30 Tage vegan essen: wir haben's geschafft! Tatsächlich haben wir es einen ganzen Monat lang durchgehalten, uns komplett frei von tierischen Produkten zu ernähren. Die ausführlicheren Erfahrungsberichte unserer veganen Wochen findet ihr hier, hier und hier! Während die Ernährungsumstellung anfängliche einige Schwierigkeiten in sich barg und mich die ein oder andere Situation vor persönliche Herausforderungen gestellt haben, wurde es mit der Zeit ebenso problemlos durchzuhalten wie selbstverständlich. Rückblickend sind sowohl das Fleischfresserchen als auch ich froh, dass wir uns an dieses Experiment gewagt und es erfolgreich bestanden haben. Wir können bestätigen, dass eine vegane Ernährung das ein oder andere Kilo bei uns hat schmelzen lassen. Außerdem hat sich die Ernährungsumstellung tatsächlich positiv auf die Sportler-Gelenke meiner besseren Hälfte ausgewirkt.
Das Wichtigste, was wir beide aus unserer veganen Zeit mitnehmen, ist das Bewusstsein für Lebensmittel und Esskultur. Obwohl wir nach unserer 100%ig tierfreien Ernährung mittlerweile wieder ganz "normal" essen, hat sich einiges verändert. Wir schränken unseren Fleischkonsum beispielsweise weiterhin sehr stark ein - Monsieur trägt diese Entscheidung übrigens voll und ganz mit ;) Ebenso verhält es sich mit Milchprodukten. Wir leben nicht mehr den vollen Verzicht, sondern achten auf den Ursprung unserer tierischen Lebensmittel. Außerdem haben wir so viele leckere vegane Alternativen kennengelernt, die wir auch im Nachhinein nicht von unserem Speiseplan streichen möchten. Es gibt beispielsweise unglaublich leckere Fleischersatzprodukte aus Weizenprotein, die wir weiterhin in unsere Ernährung einbinden werden. Ein anderes gutes Beispiel sind die veganen Cupcakes, die ich für das Blogevent bei Sinnenrausch gebacken habe (klick!). Die Konsistenz und der Geschmack dieser kleinen Köstlichkeiten haben uns derart überzeugt, dass ich sie ab sofort nur noch backen werde.
Wie ihr ja wisst, wurde unser persönliches 30-Tage-Experiment von meinem allerersten Blogevent "Heute ess' ich mal vegan" begleitet. Neun zauberhafte Bloggerkolleginnen haben mich in dieser Zeit mit leckeren veganen Rezepten unterstützt. Es hat mir riesig Spaß gemacht, euch alle bei mir zu Gast zu haben Es sind so viele tolle Gerichte zusammengekommen, die unbedingt zum Nachmachen einladen.


Den Anfang hat Stephie von Meine Küchenschlacht mit einem luftig leichten Schichtdessert (klick!) gemacht. Sie hat allen Widrigkeiten kleinstädtischer Einkaufsmöglichkeiten getrotzt und die Zutaten für ihr persönliches veganes Experiment in der nächsten größeren Stadt geholt. Heraus kam ein Gläschen süßes Glück, das wirklich zum Anbeißen aussieht. Unwissend, dass Mango meine allerliebste Exotenfrucht ist, hat anschließend auch Mareike aus der Biskuitwerkstatt die süße gelbe Frucht verwendet. Sie interpretierte die vegane Küche mit einem frischen Mango-Kokos-Sorbet (klick!), das sie in einer Zitrone angerichtet hat. Mjammi! Das nächste Rezept steuerte Karin von Lisbeths Cupcakes & Cookies für das tägliche vegane Frühstück bei. Von ihr gab's eine Granatapfel-Himbeer Marmelade mit Thymian (klick!). Damit traf sie unbewusst direkt ins Blaue, weil Marmelade in unserem veganen Monat das meist verzehrte Frühstücksutensiel überhaupt war. Weiter ging's mit dem Blogevent bei Sarah aus dem Knusperstübchen, die eine Avocado-Limetten-Kokosnuss-Tarte gezaubert hat (klick!). Wer sich jetzt stirnrunzelnd fragt 'Ein Avocado Törtchen?', klickt sich gleich mal direkt bei Sarah vorbei und lässt sich von dieser ungewöhnlichen Kombi überzeugen. Das könnte zum Beispiel als Dessert zum ersten herzhaften Rezept des Events servieren. Das kam von Franzi von Spoon and key, die uns eine Möhren-Ingwer-Suppe (klick!) gekocht hat. Beinahe wäre dieses Süppchen ein Carameleis geworden - aber die eigensinnige Sojamilch hat Franzi dabei einen Strich durch die Rechnung gemacht.  Dann ging's bei Anne von Frisch verliebt direkt weiter mit einem herzhaften Vegan-Rezept. Die erfahrene Vegetarierin interpretierte für uns den italienischen Küchenklassiker: Spaghetti Bolognese mit  Parmesaneffekt (klick!). Das brachte wieder einmal den Beweis, dass vegane Ernährung nicht unbedingt Verzicht bedeuten muss. Klingt komisch, ist aber köstlich! Genauso der vegane Käsekuchen (klick!) von Nadine von Sweet Pie? Die liebe Nadine, die ebenfalls Vegetariern ist, hat da eine geteilte Meinung. Aber lest selbst! Für eine kleine Überraschung sorgte dann Sara von Feines Handwerk. Sie berichtete nämlich, dass die bekannten Oreo-Kekse seit neuestem vegan seien. Herrje, hätte ich das doch nur früher gewusst! Sara hat aus den schwarz-weißen Cookies eine herrliche Kekscreme mit Kirschen (klick!) gezaubert. Zum Abschluss meines Blogevents servierte uns schließlich Mia vom Kochkarussell köstliche kleine Zucchini Fritters (klick!). Als bekennenden Zucchini-holic, hat sie mir mit diesen Leckereien natürlich eine große Freude gemacht.
Die Zeit verging mit so viel tatkräftiger Unterstützung wirklich wie im Flug. Mädels, ihr seid klasse! Abschließend habe ich von allen Teilnehmerinnen das liebste Lieblingsrezept küren lassen. Und gewonnen hat mit einer Stimme Abstand zum doppelt belegten zweiten Platz: Mia vom Kochkarussell. Ihre Zucchini Fritters haben also nicht nur mich, sondern auch die anderen Mitstreiterinnen überzeugt. Herzlichen Glückwunsch, meine Liebe! Für dich gibt's das Backbuch von Nicole Just "Vegan Backen"*, das mich während meines veganen Experiments so überzeugt hat. Vielleicht probierst du das ein oder andere Rezept aus und denkst dabei an mich :)

Habt den schönsten Sonntag,
eure Anne


*sponsored

Vegane Frozen Joghurt Törtchen mit Erdbeeren + Wochenbericht #3 & #4

Kommentare:


Auf diese letzten zusammengefassten Wochenberichte meines persönlichen 30-Tage-Experiments musstet ihr wirklich lange warten. Dafür entschuldige ich mich in aller Form. In den letzten zwei Wochen ging es bei uns wirklich drunter und drüber. Wir mussten sehr unerwartet von einem Familienmitglied Abschied nehmen und durften einige Zeit später ein neues begrüßen. Wir haben eine große Party geschmissen, die ich mit viel Mühe und Zeit im Vorhinein geplant habe (ein ausführlicher Bericht mit vielen Fotos folgt im Juli). Obendrein war ich sehr viel arbeiten und habe nebenbei noch so einiges für die Uni zu tun gehabt. Kurzum: wie schön wäre es doch, wenn der Tag manchmal 30 Stunden und man so viel Freizeit hätte, wie man es sich wünschen dürfte :) Aber weil dem eben nicht so ist (und vermutlich nie sein wird), kommen die beiden letzten Wochenberichte mit geballter Power im Doppelpack und mit etwas zeitlicher Verzögerung. Ich hoffe, ihr nehmt mir das nicht krumm und habt dennoch Freude beim Lesen. Obendrauf gibt's übrigens heute noch das Rezept für diese zuckersüßen Frozen Joghurt Törtchen. Sehen sie nicht zum Anbeißen bzw. Abschlecken aus? ;)

Wochenbericht # 3 & #4 - Willkommen in der Servicewüste

Vor unserem großen 30-Tage-Experiment haben wir uns ja wirklich viele Gedanken gemacht (klick!). Auf was muss man achten? Worauf muss man sich einstellen? Was darf man, was ist tabu? Wie fängt man an? Wie macht man weiter? Und natürlich haben wir uns auch im Vorhinein schon die Frage gestellt: wie werden die Leute reagieren? Die Reaktionen unseres näheren Umfelds waren ungefähr so vielfältig wie die Begegnungen mit den Menschen während unseres Experiments. Womit wir allerdings niemals gerechnet hätten, war der Umgang mit veganer Ernährung im Gastronomiebereich. Es war wohl reichlich naiv von mir zu glauben, dass in einer multikulturellen und weltoffenen Stadt wie Berlin diese Offenheit auch den zahlreichen ungewöhnlicheren Ernährungsmodellen zuteil werden würde. Nix da, kann ich euch sagen. Was wir bei dem ein oder anderen Restaurantbesuch kennenlernen durften, war die sprichwörtliche Servicewüste in Personalunion. Doch bevor ich nun zu den weniger positiven Erlebnissen komme (die durchaus komisches Potenzial haben), beginne ich mal mit einem Vorzeigebeispiel.
Gleich in der ersten Woche unseres Experiments war ich mit einer lieben Bloggerkollegin zum Essen in einem türkischen Restaurant verabredet. Wir kannten uns vorher nicht persönlich und so war ich ehrlich ein bisschen erleichtert, als sich herausstellte, dass sie Vegetarierin ist. Das war prima, denn man brauchte sich weder zu erklären noch zu rechtfertigen. Tatsächlich war das nämlich relativ oft der Fall, wenn man auf andere (unbekannte) Menschen traf. Wie oft habe ich die Frage zu hören bekommen "Warum denn ausgerechnet vegan? Da darf man doch nix mehr essen, oder?". An dieser Stelle spreche ich allen überzeugten Veganern mein herzliches Beileid aus, denn die Beantwortung dieser ständigen Fragerei ist ganz bestimmt unglaublich nervig. Na jedenfalls stellte sich nicht nur meine Begleitung als herrlich unkompliziert und tolerant im Umgang mit meinem veganen Tapetenwechsel heraus, sondern auch die Wahl des Restaurants war ein Volltreffer. In der Karte waren passende vegane Gerichte doch tatsächlich als solche gekennzeichnet. Das war super. Noch besser wurde es, als die Bedienung ziemlich flexibel auf meine Bitte reagierte, mir doch bitte eine vegane Vorspeisenplatte (die so nicht in der Karte stand) zusammenzustellen. Ganz beschwingt dachte ich mir in meinem jugendlichen Leichtsinn: "Das wird ja doch leichter als gedacht!".



Schon bald wurde ich eines Besseren belehrt. Unsere dritte Woche lehrte uns eines: (einige) Berliner Restaurants sind in puncto Veganismus scheinbar ungefähr so flexibel wie eine Brechstange. Das erste niederschmetternde Erlebnis hatte ich - was für eine Ironie - abermals in einem türkischen Restaurant. Noch an der Tür hatte ich meiner Familie nichts ahnend beschwingt von meinem ach so positiven Erlebnis bei meinem ersten Restaurantbesuch mit gleicher Küche erzählt und großspurig behauptet: "Ich finde bestimmt etwas in der Karte!". Dass vegane Gerichte in der Speisekarte nicht gekennzeichnet waren, war erst einmal der offensichtlichste Unterschied zwischen den Restaurantes. Bei letzterem nicht weiter verwunderlich, denn es befand sich tatsächlich kein einziges veganes Hauptgericht und kein einziges veganes Dessert im Angebot. Prima! Da zerplatzte ja meine Seifenblase eines umkompliziert erfolgreichen Restaurantbesuchs sprichwörtlich in der Luft. Hrmpf! Das positive Erlebnis meiner letzten gemischten Vorspeisenplatte noch im Hinterkopf, nahm ich mir selbiges noch einmal vor. Tja, was soll ich sagen. Die Vorspeisenkarte glänzte mit drei potenziell veganen Gerichten. Die erste Herausforderung war es, aus dem Kellner herauszubekommen, ob selbige denn auch tatsächlich vegan seien. Er hat partout nicht so richtig verstanden, worauf ich eigentlich hinaus wollte. Irgendwann hatten wir uns endlich darauf verständigt, dass die drei Gerichte unbedenklich seien. Mein bescheidener Wunsch: eine gemischte Vorspeisenplatte ausschließlich mit den drei veganen Produkten, etwas Brot und vielleicht ein paar Oliven. Das war zu viel für die Servicekraft. "Das geht nicht, alles einzeln bestellen!", war seine Antwort. Bitte? Erstens schaffe ich niemals drei ganze Vorspeisen und zweitens: was ist bitte das Problem daran, die vegane Auswahl in drei kleineren Portionen auf einen Teller zu bringen? Hinzu kam, dass die Karte durchaus eine Vorspeisenplatte ausschrieb - man hätte sie für mich nur ein wenig anpassen müssen. Das war aber wohl eine unlösbare Aufgabe und so musste ich zwei einzelne Vorspeisen bestellen. Resignation pur!
Eine weitere nette Anekdote bescherte uns die Servicekraft in einem Restaurant in einem recht gut betuchten Teil der Stadt. Zum Auftakt der WM war draußen ein kleines Barbeceu (Grillfleisch, Würstchen und Fleischspieße) aufgebaut. Neben den Grillspezialitäten wurden aber auch noch ein paar Salate gereicht. Vor uns hatte ein anderer Gast einen sehr schmackhaft aussehenden Nudelsalat bestellt. Also fragten wir vorsichtig beim Kellner nach, ob der denn auch vegan sei. Seine Antwort: "Ja ja, der is vegan. Da is keen Fleisch drin." Ah ja, na dann braucht sich der Veganer ja keine Gedanken mehr machen - ähem! Glücklicherweise kam eine versiertere Kollegin zur Hilfe und versicherte uns, dass ebenfalls keine Milchprodukte oder Eier verarbeitet seien. Nudelsalat wurde bestellt! Die abschließende Frage vom Kellner: "Darf's denn noch wat vom Grill sein?"


Nun will ich euch aber mal noch rasch das Ruckizucki-Rezept für diese erfrischenden Frozen Joghurt Törtchen mit Erdbeeren verraten. Eines sei vorneweg gesagt: damit die Törtchen in Form bleiben, müssen sie natürlich ordentlich durchfrieren. Das hat aber zur Folge, dass die Konsistenz im Innern eventuell etwas splitterig wird. Ich mag das ja. Wer es nicht so gern hat, stellt die Rohmasse in den Gefrierer, püriert sie nochmals durch und genießt einen ganz klassischen Frozen Joghurt.


Wir brauchen für 4 vegane Törtchen:

4 Dessertringe (∅ 7,5 cm)
500 g Erdbeeren
500 g Sojajoghurt
2 EL Agavensirup
1 Spritzer Zitrone


Zunächst werden die Dessertringe auf einer Seite in Alufolie eingeschlagen, sodass der Joghurt nicht auslaufen kann. Anschließend werden ca. 250 g der Erdbeeren halbiert und mit der Schnittfläche nach außen am Rand der Förmchen verteilt. Nun werden die übrigen Erdbeeren mit Joghurt, Agavensirup und Zitrone in einem hohen Gefäß püriert und die Masse schließlich gleichmäßig auf alle vier vorbereiteten Ringe verteilt. Anschließend geht's für etwa 1,5-2 Stunden in den Gefrierschrank. Um die Törtchen problemlos aus der Form lösen zu können, sollte man den Ring ein wenig mit den Händen erwärmen und vielleicht mit einem scharfen Messer am inneren Rand entlang fahren. Fertig!

Alles Liebe, eure Anne