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Kleine Schokotorte mit Mokkaganache und Erdbeerkompott

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Morgen ist Ostern - und dieser Umstand wurde hier bislang sträflich vernachlässigt. Keine Osterdekoration, keine Osterbäckerei, keine Osterideen. Das hat unter anderem damit zu tun, dass Ostern bei meiner Arbeit den absoluten Ausnahmezustand auslöst. Ich bin also in der vergangenen Woche mehr oder weniger zwischen der Uni und Arbeit gependelt. Da blieb nicht besonders viel Zeit für Küche, Deko und Co. Heute aber - quasi auf den letzten Drücker - habe ich eine kleine österliche Schokotorte für euch. Inklusive Osternest :) Ein Kalorienbömbchen, dass dem fleißigen Häschen gefallen würde. Fotografiert mit einer meiner allerliebsten Lieblingsblümchen: Hortensien. So habe ich also die Themen Ostern und Frühling nochmal fein aufgegriffen und kann heute in einen allerletzten 10-stündigen vorfeiertäglichen Ausnahmeeinsatz bei der Arbeit starten. Hrmpf. Morgen ist dann endlich alles vorbei - und Montag gibt's noch ein kleines österliches Rezept für euch. Versprochen! Nicht, dass sich Meister Lampe am Ende noch vernachlässigt fühlt, gell? ;)

Wir brauchen neben einer runden Backform (∅ 20 cm)

Für die Ganache:
400 ml Sahne
600 g Zartbitterkuvertüre
2 EL lösliches Espressopulver

Für die Böden:
100 g Butter
6 Eier
150 g Zucker
150 g Mehl
150 g Zartbitterschoki

Für das Erdbeerkompott:
ca. 750 g Erdbeeren
150 g Zucker

Für die Dekoration:
ca. 50 g Zartbitterschokolade
135 g bunte Zuckereier

Die Ganache sollte am Vorabend oder mindesten 3-4 Stunden vor Verarbeitung angesetzt werden. Zunächst wird die Sahne in einem Topf unter ständigem Rühren aufgekocht. Dann wir die Sahne von der Flamme genommen, die Zartbitterkuvertüre (gehakt) hineingegeben bis sie geschmolzen ist. Anschließend sollte die Masse mit einem Rührbesen gründlich durchgemengt werden und in ⅔ und ⅓ aufgeteilt werden. In die kleinere Portion wird nun noch das lösliche Espressopulver eingerührt und schließlich beide in den Kühlschrank gestellt.


























Heizt den Backofen zunächst auf 180°C vor. Bereitet nun eine runde Spring- oder Silikonform (∅ 20 cm) vor, fettet sie ein und bestäubt sie mit Mehl. Anschließend wird die Butter in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze geschmolzen, anschließend ebenso mit der Schokolade verfahren. Nun die Eier trennen, das Eiweiß zu festem Eischnee schlagen und kühl stellen. Eigelb und Zucker über dem Wasserbad aufschlagen, bis eine dicke cremige Masse entsteht. Dann das Mehl einsieben und alles verrühren. Anschließend wird die Butter-Schokoladen-Masse hinzugegeben und abermals gut durchgerührt. Den Eischnee vorsichtig unter den Teig heben. Dann alles in der vorbereiteten Springform verteilen und für ca. 30 Minuten auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. Macht am Ende zur Sicherheit die Stäbchenprobe, ob der Teig auch wirklich durch ist. Lasst den Kuchen gut auskühlen und schneidet ihn anschließend in drei etwa gleich dicke Böden. Das macht sich am besten mit einer Schneidehilfe.






Nun kommt das Erdbeerkompott an die Reihe. Die Erdbeeren werden zunächst gewaschen, vom Stiel befreit und schließlich geviertelt. Anschließend werden sie mit dem Zucker in einem Topf solange eingekocht, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Nun geht's an das Zusammensetzen der Torte. Hierzu legt ihr zunächst einen Tortenboden in die Springform und bestreicht ihn gleichmäßig mit der Espressoganache. Hierauf kommt der zweite Boden, der wiederum mit dem Erdbeerkompott bedeckt wird. Zu oberst wird der dritte Tortenboden platziert und das Ganze abermals für mindestens 2-3 Stunden kalt gestellt. Wenn ihr mit einer runden Silikonform arbeitet (das habe ich gemacht), solltet ihr die Böden wie folgt schichten: zuerst ein Kuchenboden, dann das Erdbeerkompott, dann wieder ein Boden, dann die Mokkaganache und schließlich wieder ein Boden.
Anschließend solltet ihr mit einem Messer am inneren Rand der Springform entlang schneiden, um den Kuchen aus der Form zu lösen. Dann könnt ihr den Ring abnehmen und die Torte von allen Seiten gleichmäßig mit der Ganache einstreichen. Bei der Silikonform wird der Kuchen vor dem Einstreichen auf die Tortenplatte gestürzt, das ist wesentlich einfacher. Nehmt zum Einstreichen mit der Ganache von außen am besten einen Teigschaber oder ein Palettenmessern, das macht sich definitiv am besten. Wenn ihr mögt, nehmt von der Ganache einen Teil ab und spritzt ein kleines Nest zur Dekoration oben auf den Kuchen. Ich habe allerdings einen 50 g Block Schokolade mit einem Käsehobel in feine Späne geschabt und diese auf der Torte zu einem runden Nest dekoriert. Dieses könnt ihr mit kleinen Zuckereiern oder sonstigem füllen. 


Nun wünsche ich allen, die diesen Tag genießen können, einen feinen Samstag :)

Alles Liebe, eure Anne

Bezugsquelle
Tortenplatte mit Fuß (Glas): IKEA

Zucchini-Tomaten-Quiche mit Feta - oder: Die Kontroverse des herzhaften Kuchens

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Neulich gab's mal wieder vegetarisch! Quiche - mjammi! Fand ich zumindest. Monsieur Fleischfresserchen rümpfte die Nase: "Herzhaften Kuchen mag ich nicht!". "Das ist kein Kuchen, das ist eine Quiche", belehrte ich ihn. Schien ihn aber nicht weiter zu beeindrucken. Er blieb bei seiner ablehnenden Haltung. Mehr noch: "Kann ich etwas anderes essen?" BITTE? Ich stelle mich in die Küche, backe eine wunderbare Quiche und soll sie dann allein verputzen? Ähem - das schaff' ich nicht. Bei aller Liebe! Also habe ich meine Überredungskünste spielen lassen und den Herrn doch noch dazu bewegen können, der Zucchini-Tomaten-Quiche eine Chance zu geben. Zähneknirschend erntete ich dafür ein pampiges "Wenn's mir aber wieder nicht schmeckt, muss ich in Zukunft keine Quiche mehr essen, ja?". Na gut. Diese Quiche musste sich also unbedingt anstrengen und ganz besonders lecker-schmecker werden. Na dann mal ran an den Speck (im übertragenen Sinne natürlich, es war ja vegetarisch ;))...


Wir brauchen

200g Mehl
1 Ei + 1 Eigelb
100 g Butter
2 Zucchini
100 g Datteltomaten
2 Eier
200 g Crème fraîche
100 g Fetakäse
Salz + Pfeffer


Häuft das Mehl zunächst auf einer sauberen Arbeitsplatte zu einem kleinen Hügel auf, dann drückt eine Mulde in die Mitte und füllt sie mit den Eiern, etwas Salz und der gewürfelten Butter. Mengt nun alles mit den Händen zu einem Teig und formt ihn zu einer Kugeln. Diese Kugel wird in Frischhaltefolie eingeschlagen und für 30 Minuten im Kühlschrank geparkt.
Für die Füllung werden zunächst Zucchini und Tomaten gewaschen, vom Strunk befreit und die Zucchini wird in feine Scheiben geschnitten (ich hab's mit der Allzweckreibe gemacht - aber Vorsicht mit den Fingern ;)). Nun werden ca. 2 Liter Wasser mit ordentlich Salz in einem Topf zum Kochen gebracht und die Zucchini einige Minuten sprudelnd kochend gegart. Lasst sie anschließend in einem Sieb gut abtropfen. Mittlerweile sollte der Teig lang genug im Kühlschrank gewesen sein. Nehmt ihn also raus und rollt ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwas größer als die Quicheform aus. Anschließend wird der Teig in die Form gedrückt, der Boden mit einer Gabel mehrmals eingestochen und Überschüssiges am Rand mit einem Messer abgeschnitten. Verteilt jetzt Zucchini und Tomaten auf dem Teigboden. Nun vermengt ihr weitere zwei Eier und einen Becher Crème fraîche (ich habe welche mit Kräutern genommen) und gießt die Masse gleichmäßig über das Gemüse in der Quiche. Zum Schluss wird noch der Fetakäse gleichmäßig über die Quiche zerkrümelt und dann geht's für ca. 45 Minuten auf mittlerer Schiene in den vorgeheizten Backofen (200°C). Fertig! Zu dieser Zucchini-Tomaten-Quiche passt übrigens auch wunderbar frischer Thymian, Oregano oder Basilikum.

Nun bleibt natürlich die Frage zu klären: wird es in meinem Haushalt in Zukunft auch noch Quiche geben oder ist sie bedingungslos vom Speiseplan gestrichen? "Na gut", ließ sich Monsieur Mäkel herab, "die schmeckt mir auch!" HA! Wusste ich es doch! Tomate, Zucchini und Feta kann er nicht wiederstehen. Eins zu null also für den herzhaften Kuchen. Hrr hrr!

Alles Liebe, eure Anne

Ein Herz für Erdbeeren - a strawberry-heart ♥

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Obwohl ich momentan im Hausarbeiten-Chaos für die Uni versinke (Fräulein "Ich-mache-alles-auf-den-letzten-Drücker" lässt mal wieder grüßen, hrmpf!), gab's gestern einen kleinen Sonntagskuchen. Schnell musste es gehen, also kam mal wieder meine eins-fix-drei Teigwaffe zum Einsatz: Blätterteig aus dem Kühlregal :) Das Rezept kann man aber natürlich genauso gut auch mit einem leckeren Mürbeteig machen (klick!), wenn man denn ein bisschen mehr Zeit für die Vorbereitung hat.
Um das Ganze trotzdem noch möglichst ansprechend zu präsentieren, habe ich endlich mal die Herzbackform ausprobiert, die ich neulich von meiner Oma geschenkt bekommen habe. Wenn sie irgendwo eine hübsche Kleinigkeit für Küche und Haushalt entdeckt, denkt sie an mich und bringt es mir mit. Übrigens ist auf diese Weise auch vor nicht allzu langer Zeit eine kleine Gugelhupfform (aber nicht so etwas Minimäßiges) in meinen Besitz gekommen - die wird auch bald ausprobiert :) Oma ist einfach die Beste! Aus vielerlei Gründen. Geht's euch mit eurer Oma genauso?


Jetzt aber zurück zur Erdbeertarte.

Wir brauchen neben einer herzförmigen Backform:

1 Rolle Blätterteig
1 EL braunen Zucker
Backpapier + Linsen
ca. 750 g Erdbeeren
Erdbeertortenguss
2 EL Mandelblättchen


Heizt den Backofen auf 200°C vor. Zunächst wird die Backform (natürlich muss es keine herzförmige sein) eingefettet und anschließend der ausgerollte Blätterteig vorsichtig in die Form gedrückt. Es ist übrigens ebenfalls unerheblich, ob ihr einen rechteckigen oder einen runden Blätterteig nehmt. Schneidet einfach den überschüssigen Teig entlang des Rands ab. Nun streut ihr den braunen Zucker über den Teig und vor allem über den Rand. Anschließend legt ihr ein Backpapierquadrat über die Form und füllt es mit Linsen oder anderen Hülsenfrüchten und verteilt diese gleichmäßig. Das, was jetzt kommt, nennt man Blindbacken. Das heißt, der Teig wird ohne Füllung vorgebacken. Die Linsen beschweren ihn dabei und verhindert, dass er hoch geht. Das passiert bei diesem Verfahren nur mit dem Rand. Nun backt ihr den Blätterteig auf mittlerer Schiene ca. 20 Minuten. In der Zwischenzeit könnt ihr die Erdbeeren vorbereiten. Wascht sie ordentlich und entfernt den Strunk. Nun schneidet ihr das obere Ende der Erdbeere so ab, dass eine gerade Auflagefläche entsteht.
Anschließend nehmt ihr die Form aus dem Ofen, entfernt Backpapier mit Linsen und lasst den Boden etwas abkühlen. Nun stellt ihr die Erdbeeren hochkant in der gesamten Form auf und rührt den Erdbeertortenguss nach Packungshinweis an. Verteilt ihn gleichmäßig über die Beeren. Zum Schluss röstet ihr die Mandelblättchen ohne Öl in einer kleinen Pfanne und verteilt sie am Rand der Erdbeertarte. Wer mag, kann den Tarteboden auch zunächst mit einer Sahnecreme bestreichen und dann die Erdbeeren drauf verteilen. Ich habe mich aber mal für die figurschmeichelnde Variante ohne zusätzliche Kalorienbombe entschieden - kommt ja selten genug vor, gell? ;)


Noch eins am Rande: ich bin ja gar kein Freund davon, wenn man Lebensmittel wegschmeißt. Also habe ich mit den überschüssigen Blätterteigstücken noch zwei kleine Herzförmchen befüllt und dann weiter verfahren wie mit der großen Tarte. Die zwei Kleinen hat übrigens das Fleichfresserchen abgegriffen. Die größere habe ich mit zu Oma und Opa genommen :)

Ich wünsche euch einen schönen Start in diese kurze Osterwoche. Hier in Berlin spielt das Wetter heute regelrecht verrückt - mal regnet es, eben hat's gehagelt und jetzt scheint wieder die Sonne. Orkanartige Böen gibt's gratis oben drauf. April, April, der macht, was er will!

Alles Liebe, eure Anne


Rhabarber-Vanille Hand Pies - oder: eine Handvoll Kuchen

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Ich weiß ja nicht, ob ich schonmal erwähnt habe, was ich eigentlich studiere. Vielleicht sollte ich das auch lieber für mich behalten, denn sonst könnten etwaige Rechtschreib- und Grammatikfehler in dem ein oder anderen Post ein wenig peinlich sein. Ähem! Naja, was soll's! Ich studiere nämlich unter anderem Germanistik. Jetzt ist es raus :) Geprägt durch zahlreiche Professoren, Seminare und wissenschaftliche Aufsätze bin ich durchaus eine Befürworterin der deutschen Sprachpflege. Wenn man etwas in seiner Muttersprache ausdrücken kann, sollte man das ruhig tun. In der Sprachwelt des Kochens und Backens ist das aber manchmal gar nicht so einfach - aber Ausnahmen kann man ja durchaus mal machen, gell? ;)
Es gibt da nämlich diesen Trend, dass sich (vornehmlich putzig kleine) Backwaren mit nichtdeutschen Bezeichnungen wesentlich besser verkaufen als andersrum. Man denke nur mal an Cake Pops & Cupcakes aus dem englischsprachigen Raum oder Petit four & Tartelettes aus dem französischsprachigen. Kuchen am Stiel, Teiglinge mit Buttercreme, winziges Gebäck mit Marzipan und Zuckerguss oder kleine Mürbeteigkuchen klingen eben nicht so verlockend :) Ähnlich verhält es sich mit Hand Pies. Hand Pies sind kleine gefüllt Küchlein, die man praktischerweise in die Hand nehmen und mit ein paar Bissen restlos verputzen kann. Suchte man nach einer adäquaten Übersetzung ins Deutsche, könnte diese vielleicht "Eine Handvoll Kuchen" lauten. Ist aber eben nicht so griffig wie Hand pies :) Jedenfalls sind diese handlichen Küchlein mit einem leckeren Rhabarber-Vanille-Kompott gefüllt und mittels fertigem Blätterteig ganz leicht herzustellen. Däumchen hoch!


Wir brauchen für ca. 6 Hand Pies:

ca. 400 g Rhabarber
1 Vanilleschote (Mark)
100 Zucker
1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal
etwas braunen Zucker

Zunächst wird der Rhabarber geschält und in kleine Stücke geschnitten. Anschließend werden die Rhabarberstücke samt Vanillemark und Zucker in einem kleinen Topf so lange eingekocht, bis die Konsistenz an Kompott erinnert und die Fruchtstückchen weich sind. Währenddessen könnt ihr den Blätterteig auf einer sauberen Arbeitsfläche ausrollen und 12 Kreise (∅ ca. 8 cm) mit Hilfe eines Ausstechers, eines Glases oder sonst etwas Rundem ausstechen. Sechs dieser Kreise könnt ihr in der Mitte durch einen kleinen herzförmigen Ausstecher verzieren. Die anderen sechs legt ihr auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und platziert auf jedem einen Klecks des Rhabarberkompotts (ein Esslöffel voll sollte reichen). Nun setzt ihr die herzverzierten Blätterteigkreise oben drauf und drückt die Ränder mittels einer Gabel fest. Abschließend bestreut ihr jedes Küchlein mit etwas braunem Zucker und schiebt das Blech auf mittlerer Schiene für ca. 15 Minuten in den vorgeheizten Backofen (200°C Ober-/ Unterhitze). Fertig!


Weil meine Mama auch ein Rhabarber-Fan ganz wie's Töchterchen ist, habe ich ihr einen kleinen Hand Pie vorbei gebracht und bekam folgende Kurznachricht per Mobiltelefon (Sprachpflege, juchee!) zurück: "Die kleine Teigtasche hatte keine Chance. Habe sie gerade mit Genuss verschlungen. Sie war suuuper lecker!". Damit hat Mama nicht nur eine 1A-Geschmacksbewertung abgegeben, sondern uns auch gleich die deutsche Übersetzung für Hand Pies mitgeliefert: Teigtaschen. Jawoll! Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass sie den Begriff "Hand Pie" noch nie zuvor gehört hat ;)

Alles Liebe, eure Anne



Bezugsquellen
Tortenheber: DEPOT (alt)
Tortenplatte: Nanu Nana (alt)

Leicht & Lecker - Fenchelsalat mit Apfel und Bacon

Kommentare:


Neulich gab's bei uns ein richtiges Männergericht: Schweinemedaillons mit gebratenen Zwiebelringen und Kartoffelspalten. Ihr könnt euch denken: das Fleischfresserchen war selig! Sein Glück war außerdem, dass ich in meinem überschäumenden Hausfrauchen-Eifer die Portionen sehr großzügig bemessen hatte. So konnte er nämlich Tags drauf locker nochmal davon essen. Das wiederum war mein persönliches Glück, denn ich konnte mir eine vegetarische Alternative zubereiten und musste mir keine Gedanken ums Naserümpfen und Enttäuschung von männlicher Seite machen. Diesen glücklichen Umstand nutzte ich schamlos aus und griff zu einem tollen Gemüse, bei dem die Meinungen in unserem Haushalt weiter nicht auseinander liegen könnten: Fenchel! Besser gesagt die Knollen desselbigen. Ich liiiebe sie! Fleischfresserchen haaaasst sie! Bei Fencheltee bin ich ja auch durchaus kritisch, denn kein anderes Getränk erinnert mich derart stark an Grippe und Magen-Darm-Infekte (dicht gefolgt allerdings von Kamille). Aber auf die knolligen Früchte des Fenchels lasse ich nichts kommen. Ich mag sie als marinierte Beilage zu Fleischgerichten, in Suppenform und eben auch als Salat. Mjammi! Das Rezept für diesen leichten Fenchelsalat ist einfach und dabei sooo wirkungsvoll. Allerdings habe ich es letztlich doch nicht ganz vegetarisch belassen. Da wir noch eine Packung Frühstücksbacon im Kühler hatten, habe ich die gerösteten Scheiben kurzerhand dazu gegessen und es hat wirklich formidable geschmeckt.


Wir brauchen:

1 großen Apfel
1 große Fenchelknolle
2 EL Olivenöl
1 Schuss Apfelessig
2 EL Honig
1 TL Rosmarin
100 g Bacon 

Zunächst wird der Apfel gewaschen, mittels eines Entkerners vom Kerngehäuse befreit und anschließend (ebenso wie der Fenchel) mit Hilfe einer Multireibe in hauchdünne Scheiben geschnitten. Olivenöl, Apfelessig, Honig und gemörserter Rosmarin werden zu einer Vinaigrette verrührt und über den Apfel- und Fenchelscheiben verteilt. Nun wird alles gut durchgemengt und mit dem gerösteten Bacon (ich mache ihn immer auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech) garniert. Fertig!

Alles Liebe, eure Anne



Endlich wieder Rhabarberzeit - Erdbeer-Rhababer Marmelade (Strawberry-Rhubarb Jam)

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Nun ist es ja mit dem Rhabarber so eine Sache - er ist nicht jedermans Geschmack! Früher war's auch nicht meiner! Damals haben ihn mir die Öko-Nachbarskinder verleidet! Mein Elternhaus liegt nämlich in einer ebenso ruhigen wie grünen Gegend. Meine Kindheit habe ich unweit von Wald, Feldern und Wasser verbracht. Ich sehe eure stirnrunzelnden Gesichter quasi vor mir: jawoll, sowas findet man auch in Berlin durchaus! ;) Na jedenfalls war es früher so Gang und Gebe, dass wir mit den Nachbarskindern immer über die Felder und Wiesen flitzten und uns das ganze begrünte Terrain zu eigen machten. Ein riesiger Spielplatz und Erlebnispark war das damals für uns. Man konnte wunderbar auf Bäumen rumklettern, Behausungen in eben jenen bauen und Äpfel direkt vom Wegesrand pflücken und verspeisen. Ebenso übrigens auch den Rhabarber, den irgendein Nachbar irgendwann mal im Feld angepflanzt hatte! Wer jetzt die Augenbraue hebt und sich fragt "Roher Rhabarber?", tut ganz recht daran. Igitt! Die Nachbarskinder der Öko-Familie, die hinten auf der linken Seite wohnten, vertraten nämlich die legere Meinung ihrer Eltern zu rohem Obst und Gemüse. Wie wir als Kinder so durch die nähere Umgebung streiften, kam es im Frühling nicht selten vor, dass sich die Öko-Kinder eine Stange Rhabarber aus der Erde zogen, sie vom gröbsten Dreck befreiten und genüsslich auf ihr rumkauten. Unerfahren wie ich nun einmal war, wollte ich das auch mal probieren - und verabscheute seitdem Rhabarber bis in die Teenagertage! Ich persönlich finde ja, roher Rhabarber ist ungefähr so genussvoll zu verspeisen wie roher Spargel oder rohe Kartoffeln. Nämlich am besten gar nicht! Entgegen einiger Meinungen soll er zwar im Rohzustand auch nicht giftig sein (die Oxalsäure schadet allerdings wohl dem Zahnschmelz und besonders Menschen mit Rheuma, Athritis und Athrose wird davon abgeraten), aber schmackhaft ist für mich nun wirklich etwas anderes.


Seitdem ich allerdings herausgefunden habe, wie lecker Rhabarber in verarbeiteter Form sein kann, liiiiebe ich das Knöterichgewächs! Jahr für Jahr kann ich es kaum erwarten, dass die grün-roten Stangen wieder in den Supermarktregalen liegen. Den Rhabarber in der Nachbarschaft meiner Eltern gibt's nämlich leider nicht mehr. An der Stelle, wo er einmal wuchs, wuchert jetzt wild das Unkraut! Ein absoluter Dauerbrenner unter meinen liebsten Rhabarbergerichten ist neben Kuchen aller Art diese leckere Erdbeer-Rhababer Marmelade! Deshalb möchte ich das Rezept heute gern mit euch teilen :)


Zunächst werden die Erdbeeren gründlich unter kaltem Wasser gewaschen, von den Stielen befreit und in kleine Stücke geschnitten. Anschließend schneidet ihr vom Rhabarber die Enden ab, schält ihn und schneidet ihn ebenfalls in feine Stücke! Die Mengenangaben für beides beziehen sich auf das Gewicht der fertigen Fruchtstücke. Nun erhitzt ihr die Stückchen inklusive des Zitronensafts und des Gelierzuckers in einem Topf bei starker Hitze. Bringt die Masse zum Kochen und lasst sie sprudelnd und unter ständigem Rühren ca. 5 Minuten kochen. Anschließend füllt ihr die Marmelade gleichmäßig in die zuvor heiß ausgespülten Gläser (ich habe vor einiger Zeit diese Sturzgläser mit weißem Deckel bei Amazon bestellt klick!). Dreht nun die Deckel drauf und stellt die verschlossenen Gläser für ca. 10 Minuten auf den Kopf, so sammeln sich die Fruchtstücke nicht am Boden und es entsteht ein leichter Unterdruck. Nun müsst ihr die Marmelade ordentlich abkühlen und fest werden lassen. Fertig!


Anbei liefere ich euch noch ein paar einfache aber hübsche Verpackungsideen für eure neue Lieblingsmarmelade, die man nämlich auch wunderbar verschenken kann :) Der Klassiker in Sachen Konfitüre-Kleidchen sind ja vorgedruckte Etiketten zum Selbstausfüllen. Auch bei mir sind wieder einige der hübschen Aufkleber des moses-Verlags zum Einsatz gekommen, die ihr bereits aus diesem Post kennt (klick!). Außerdem habe ich aus verschiedenen Stoffen jeweils einen Kreis von ca. 13 cm Durchmesser ausgeschnitten, selbigen mittels eines handelsüblichen Küchengummis auf dem Deckel fixiert und mit einem dekorativen Band festgebunden. Hierzu eignet sich nicht nur Dekoband (ca. 10 mm breit), sondern auch rustikale Paketschnur oder rotweiße Kordel. Zu guter Letzt habe ich mir niedliche Etiketten aus weißem Tonkarton, doppelseitigem Klebeband und rotweißem Masking Tape (dekorativ bedrucktes Klebeband) selbst gebastelt. Dazu schneidet ihr einfach einen ca. 6 x 2 cm großen Pappstreifen zu, beschriftete ihn und klebt ihn mit Hilfe von doppelseitigem Klebeband am Marmeladenglas fest. Anschließend schneidet ihr zwei Streifen von jeweils 6 cm Länge vom Maskin Tape (zum Beispiel von hier klick!) ab und klebt es am oberen und unteren Rand des weißen Papieretikettes fest. Fertig! Die kleinen Holzerdbeeren habe ich schon vor einiger Zeit mal beim DEPOT gekauft. Als Verzierung für die Marmelade habe ich lediglich mittels einer Lochzange ein kleines Loch am oberen Rand der Erdbeere gestanzt, den jeweiligen Faden hindurch gefädelt und festgebunden.


Was sind eure liebsten Rhabarberrezepte? Ich werde auf jeden Fall bis Juni (dann endet die Saison nämlich offiziell) auch noch einen Kuchen oder eine Tarte aus dem säuerlich-fruchtigen Gemüse backen. Oder eine Rhabarberschorle ansetzen. Oder koche ein Rhabarberkompott ein. Oder, oder, oder :) Es gibt so viele zolle Verarbeitungsmöglichkeiten, von denen ich so viele wie möglich ausprobieren und mit euch teilen werde.

Habt einen schönen Start in die neue Woche und alles Liebe, eure Anne

Kleine Schokobrownies mit Schoki-Minz-Ganache

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Mit manchen Dingen im Leben ist es ja so: entweder man liebt sie, oder man hasst sie! Das ist zum Beispiel bei Blutwurst der Fall ("Ihh! Bahh!"). Oder bei Neonfarben ("Ihh") und Pastell ("Ahh!" ). Oder bei Mathelehrern ("Ähem"). Oder bei Koriander ("Mjammi!"). Oder bei Minze. Und bei Minze kann ich nur sagen: "Au ja, immer her damit!" :) Ich habe Minze bisher noch nie in einer Form erlebt, die ich nicht mögen würde. Ich bin quasi ein Minz-Fan! Und deshalb liiiiebe ich auch Pfefferminz-Schokolade. Die bekannten After eight verbinde ich immer mit Oma und Opa. Früher standen die kleine Schokitäfelchen in ihren putzigen Mäntelchen nämlich ganz oft bei den beiden auf dem Couchtisch. Heute hatte ich spontan Lust auf eine kleine gebackene Variation dieser süßen Verführung. Also habe ich mir eine Kombination aus kleinen Brownies mit Schoki-Minz-Ganache ausgedacht und mich an die Arbeit gemacht. Vom Ergebnis bin ich ja ganz hin und weg. Mjammi! Die kleinen Köstlichkeiten sind der Hammer. Allen, die Pfefferminzschokolade mögen, kann ich dieses Rezept nur wärmstens ans Herz legen. Mama, Papa, Oma und Opa waren übrigens Geschmackstester und haben einstimmig ein gutes Urteil abgegeben. Das Fleischfresserchen allerdings hasst Pfefferminzschokolade (womit dann also beide Fraktionen in unserem Haushalt vertreten wären: die liebende und die hassende) und hat deshalb ein paar nackige Brownies bekommen - und die hatte er eins-fix-drei wegschnabuliert.


Zu den Angaben für die Brownies muss ich euch gleich erstmal ein Geständnis machen. Ich habe nämlich - blauäugig wie ich nun einmal bin - ganz unbedarft die Menge für ein handelsübliches kleines Blech Brownies genommen. Als ich dann alle 24 kleinen Muffinförmchen befüllt hatte, war fast nochmal so viel Teig übrig. Also habe ich euch einfach mal die halben Mengen der ursprünglichen Zutaten angegeben. Jetzt müsste es eigentlich genau aufgehen.
Nehmt zunächst ein Mini-Muffin-Blech zur Hand und verteilt 24 kleine Muffinförmchen in den Mulden. Nun bringt ihr Schokolade und Butter über einem Wasserbad zum Schmelzen und rührt die beiden Zutaten fleißig zusammen. Anschließend mischt ihr Mehl, Backpulver und Salz in einer separaten Schüssel. Nun werden Eier und Zucker schaumig gerührt und unter die geschmolzene Schokolade gehoben. Schließlich siebt ihr die Mehlmischung nach und nach zu den übrigen Zutaten und verrührt alles behutsam zu einem glatten Teig. Verteilt nun die Masse gleichmäßig in die Muffinförmchen. Ich empfehle dazu einen Teigportionierer wie diesen hier aus der aktuellen Backkollektion von Tschibo (klick!). Ich habe mich mit dem 2-Löffel-Prinzip abgemüht und wäre am Ende fast verzweifelt. So ein Teigportionierer fehlt mir nämlich leider in meiner Küche und steht ab jetzt ganz oben auf meiner Wunschliste. Die befüllten Förmchen samt Muffinblech kommen für ca. 20-30 Minuten auf mittlerer Schiene in den auf 180°C vorgeheizten Ofen.


Für die Ganache wird zunächst die Sahne in einem kleinen Topf aufgekocht und anschließend vom Herd genommen. Nun werden die Schoko-Minz-Blätter (z.B. von After eight, gibt es aber mittlerweile auch für kleines Geld bei den Discountern und schmecken genauso gut) und die Zartbitterschokolade in kleine Stücke gebrochen und in der heißen Sahne geschmolzen. Achtete darauf, dass ihr alles gut durchmengt, sodass eine homogene Masse entsteht. Anschließend sollte die Ganache für einige Stunden in den Kühlschrank. Am besten ist es, wenn man sie am Vorabend vorbereitet und erst am nächsten Tag verarbeitet. Zur Not tun es auch 3-4 Stunden :)
Was haltet ihr denn so von Pfefferminzschokolade? Geht ihr da eher mit mir oder mit dem Fleischfresserchen d'accord? Wer es übrigens superminzig mag, der kann den Teig auch noch mit ein wenig Pfefferminzsirup verfeinern.

Alles Liebe, eure Anne

P.s.: Ein verzücktes "Ohh!" zum Schluss. Ich bin ja ganz verliebt in kleine Köstlichkeiten und Mjammi-Miniaturen. Die winzigen Cupcake-Küchlein erfreuen jedenfalls mein Herz für Kleines, Kleineres und Kleinstes aus der Küche!