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Very British - Schoko-Müsli-Scones

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Heute habe ich mal wieder ein tolles Backrezept für euch. Es ist aus zweierlei Gründen so toll. Erstens ist das Ergebnis natürlich ausgesprochen köstlich und verschiedentlich einsetzbar. Zweitens geht es mal wieder ganz fix. Ich teile ja gern Rezepte mit euch, die auch unerfahrenere Küchenneulinge problemlos hinbekommen und für die man nicht stundenlang in der Küche stehen muss. Ich verspreche euch, für dieses Rezept müsst ihr euch nicht viel Zeit nehmen. Es geht eins-fix-drei und das Ergebnis kann sich sehen und vor allem schmecken lassen. Heute präsentiere ich euch (ein kleiner Trommelwirbel für die Dramatik): Schoko-Müsli-Scones :)


Scones sind ein Gebäck von den Britischen Inseln, das gern zur berühmten Tea Time serviert wird. Die klassische Variante wird aus Weizen-, Gersten oder Hafermehl, Backpulver, Eiern und süßer Sahne hergestellt. Ich zeige euch heute eine etwas abgewandelte Variante, die prima zum Brunch mit Familien und Freunden aber auch als Kaffee- bzw. Teegebäck passt. Im United Kingdom isst man die kleinen Teigteilchen vorzugsweise mit Butter, Honig oder Konfitüre. Ich oute mich an dieser Stelle als unverbesserlicher Kaffeetunker. Ich weiß, eine schreckliche Angewohnheit. Herr Knigge wäre entsetzt. Mein Leben lang versuchen Mama und Oma mir das abzugewöhnen. Bislang ohne Erfolg. Ich stippe gern mal ein Gebäckteilchen in meinen nachmittäglichen Kaffee (natürlich nur zu Hause, niemals in der Öffentlichkeit). Das geht auch prima mit den Scones. Denke ich - habe ich natürlich nicht ausprobiert - ähem!


Wir brauchen für ein Backblech Scones (ca. 9 Stück):

300 g Mehl
200 g Schokomüsli
2 TL Backpulver (gestrichen)
50 g braunen Zucker
1 Prise Salz
125 g weiche Butter
150 ml Milch
1 Ei
Mandelblättchen zum Bestreuen


Zunächst wird der Ofen auf 200°C vorgeheizt. Anschließend mischt die trockenen Zutaten (Mehl, Müsli, Backpulver, Zucker und Salz in einer großen Rührschüssel. Gebt nun die weiche Butter hinzu und vermengt alles mit den Knethaken des Handrührgeräts. Verquirlt nun die Milch und das Ei und gebt es zum Teig hinzu. Nochmals alles gut durchmengen und mit Hilfe eines Löffels in gleichmäßig großen Portionen auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech platzieren. Schließlich betreut ihr jeden einzelnen Scone mit einigen Mandelblättchen und lasst die Teighäufchen auf mittlerer Schiene im vorgeheizten Backofen ca. 12 Minuten goldbraun backen. Fertig! Am besten schmecken die Scones, wenn man sie ein wenig abkühlen lässt und lauwarm genießt.


Butterteller mit Glocke und Messer: Westwing*
Kristallschälchen mit Fuß: ähnliche hier
Teekanne: Flohmarkt

*sponsored

Westwing ist ein toller Onlineshop für Wohnaccessoires & Möbel, der ausgewählte Produkte zu bestimmten Themen (zur Zeit zum Beispiel "Shabby-Chic-Träume" oder auch "Rustikales Landhaus") für eine gewisse Zeit und in limitierter Stückzahl verkauft. Ich stelle euch den Shop, das Konzept und ein weiteres schönes Produkt in einem späteren Post noch ausführlicher vor.

Und die Teekanne - ist die nicht zauberhaft? Am vergangenen Sonntag war ich mit Mama und Papa ein bisschen auf dem Flohmarkt stöbern und habe dieses Schmuckstück zum super günstigen Schnäppchen-Preis erstanden. Absolute Liebe! Die Kanne erinnert mich nämlich an unzählige Besuche bei Oma und Opa im Hohen Norden in Kindertagen. Damals gab's abends immer Pfefferminztee aus einer ganz, ganz ähnlichen Teekanne. Seufz!

Ich wünsche euch einen herrlich sonnigen Start in die Woche! Alles Liebe, eure Anne


Kartoffel-Bohnen-Gratin zu Hähnchenbrustfilet

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Der aufmerksame Leser wird festgestellt haben, an fleischlosen Rezepten erfreut sich in unserem Zwei-Personen-Haushalt nur eine - genau, ich! Der andere Part macht ein langes Gesicht und ergibt sich seinem Schicksal. Wie löst man dieses Dilemma? Richtig! Man kocht einfach ein vegetarisches Gericht, zu dem man auch wunderbar ein Stück Fleisch anbraten kann - wohlgemerkt als optionales Extra. Heute habe ich ein tolles vegetarisches Gratin für euch, das mir auch als Sologericht vorzüglichst schmeckt und dabei sättigt.


Wir brauchen neben einer Auflaufform:

(2-4 Hähnchenbrustfilets)
4 große Kartoffeln
ca. 300 g grüne Bohnen
200 ml Milch
250 ml Creme fine 7 %
100 g Käse zum Überbacken
Salz + Pfeffer

Zunächst den Ofen auf 200 ° C vorheizen. Nun die Kartoffeln schälen und in sehr feine Streifen schneiden. Am besten macht sich das mit einer Multifunktionsreibe /-schneider. Wenn man nicht gerade ein geübter (Hobby-) Koch ist, bekommt man die Scheiben in der Regel mit dem Messer nie so hauchdünn hin :) Anschließend Milch und Creme fine (wer mag, kann auch Sahne nehmen) in einem Topf erhitzen, die Kartoffelscheiben und die grünen Bohnen hinzu geben, alles aufkochen und ca. 10 Minuten unter ständigem Rühren köcheln lassen.


Den Topfinhalt anschließend in eine feuerfeste Form geben, mit dem geriebenen Käse bestreuen (ich habe etwas Gouda und Grana Padano gemixt) und schließlich alles für ca. 30 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Je nach Ofentyp und -eigenschaften kann die Backzeit ein wenig variieren. Achtet einfach darauf, dass der Käse zwar knusprig wird, aber die Ränder nicht zu verkohlen beginnen. Fertig! Das optionale Hähnchenbrustfilet habe ich lediglich mit grobem Salz und frischem Pfeffer gewürzt und scharf in der Pfanne angebraten. Dem Fleischfresserchen hat's geschmeckt  - und das Filet machte scheinbar auch die Veggie-Beilage attraktiv :)

Einen schönen Abend, eure Anne


Ein Schokotraum ★ Schoki-Nuss-Kuchen (glutenfrei)

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Heute habe ich ein Rezept für euch, das wirklich großartiglecker, phänomenalsaftig, zauberhaft und traumschön ist. Mein absoluter Lieblingsschokokuchen! Das Rezept entstammt dem wunderbaren Buch "Backen mit Leila" der ebenso wunderbaren schwedischen Fernsehköchin Leila Lindholm und es ist eines meiner liebsten Kochbücher. Warum? Weil es 200 grandiose Backrezepte in sich birgt, die ganz bodenständig und kaffeekranzgeeignet sind. Inszeniert ist alles mit schönen Bildern, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Das Tolle an diesem feinen Buch ist auch, dass es Backrezepte aus allen Bereichen vereint: von Biskuit und Brot, Keksen und Kuchen, über Tartes und Torten, bis hin zu Saucen, Cremes und Marmeladen. Wer nach einem vielseitigen und liebevoll gestalteten Backbuch sucht, dem kann ich dieses nur wärmstens empfehlen!


Ich zeige euch heute jedenfalls den saftigen Schoko-Nuss-Kuchen in etwas abgewandelter Form.

Wir brauchen neben einer Springform:

300 g gemahlene Haselnüsse
300 g Zartbitterschoki (70 %)
1 EL ungesüßtes Kakaopulver
180 g Butter
50 g braunen Zucker
6 Eier
Schokoladenglasur
gemischte Nüsse zum Dekorieren

Wer eine Haselnussallergie hat, kann die gemahlenen Haselnüsse auch durch gemahlene Mandeln ersetzen.

Heizt den Backofen zunächst auf 175 °C vor. Anschließend 200 g der Schokolade fein raspeln (das ist ein Knochenjob, ich sag's euch. Je feiner die Raspel, desto beschwerlicher die Arbeit) und gemeinsam mit den Haselnüssen in einer großen Rührschüssel mischen. Anschließend das Kakaopulver, die Butter und den braunen Zucker hinzufügen und alles mit dem Handrührgerät durchkneten. Schließlich die Eier trennen. Da Eigelb kann direkt in den Teig gegeben und vermengt werden, das Eiweiß in einem separaten Gefäß steif schlagen und anschließend nach und nach unterheben.


Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen und festklemmen. Nun den Teig hineinfüllen, die restlichen 100 g Schokolade (hierbei eignet sich eine Tafel perfekt) grob auseinander brechen und in den Teig drücken. Zum Schluss den Teig gleichmäßig glatt streichen und auf mittlerer Schiene 30-35 Minuten backen. Bevor ihr in aus dem Ofen nehmt, macht die obligatorische Holzspieß-Probe. Wenn noch Teig hängen bleibt, gebt dem Kuchen einige Minuten mehr Hitze. An schließend lasst ihr den Schoki-Nuss-Kuchen im Tortenring gut auskühlen. Dann könnt ihr die Glasur schmelzen und gleichmäßig auf dem guten Stück verteilen. Ganz zum Schluss wird er nach Lust und Laune mit gemischten Nüssen verziert (bei mir: Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln, Paranüsse und vereinzelte Cashewkerne). Fertig!


Ein bisschen könnte man den Kuchen auch der zur Zeit absolut trendigen, super beliebten Low-Carb-Bewegung zuordnen. Mit Low-Carb ist es aber natürlich so eine Sache. Der Kuchen kommt zwar ganz ohne garstiges Weißmehl aus, aber Haselnüsse sind jetzt auch nicht unbedingt frei von Kohlenhydraten. Und bei dem braunen Zucker wäre ich mir auch nicht so sicher - kann ja aber auch einfach durch einen Zuckerersatz ausgetauscht werden. Außerdem: es heißt ja LOW-Carb und nicht GARNIX-Carb :) Ich persönlich könnte mich nicht in diese Low-Carb Geschichte einarbeiten, irgendwie ist mir das zu anstrengend. Sowieso sind Ernährungspläne, bei denen man ständig mit der Frage konfrontiert ist "Was darf ich, was darf ich nicht?", für mich völlig ungeeignet. Mir tun schon die armen Lebensmittelallergiker derart leid, dass ich mir das nicht freiwillig auferlegen muss. Wer sich aber an Low-Carb rantraut oder rangetraut hat - vielleicht ist dieses Kuchenrezept ja auch etwas für euch?

Alles Liebe aus dem sonnigen Berlin, eure Anne


Deutsche Hausmannskost - Königsberger Klopse

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Mir ist aufgefallen, dass ich schon lange, lange kein Rezept der deutschen Traditionsküche mit euch geteilt habe. Damit ist jetzt Schluss! Hier kommt wieder eines. Ein Evergreen der Hausmannskost, ein Klassiker und ein Immergut: Königsberger Klopse. Ich habe euch ja schon einige meiner liebsten Gerichte, die mich immer an Mama, Papa und Zuhause erinnern, vorgestellt (zum Beispiel hier klick! und klick!). Königsberger Klopse ist wieder so eins. Ich verbinde mit dieser ostpreußischen Spezialität zahlreiche Tage in meinem Elternhaus. Außerdem hat es zwei meiner Lieblingsgewürze in sich vereint: Lorbeerblatt und Pimentkörner. Und dann noch Kapern. Ich liebe Kapern! Mit Kapern verhält es sich ja gemeinhin so: entweder man liebt sie, oder man hasst sie. Ich kenne sehr viele Menschen, die letztere Ansicht vertreten. Aber ich liebe sie! Ich liebe auch Kapernäpfel - die könnte ich einsfixdrei so wegknabbern.


Zurück zu den Königsberger Klopsen. Mit denen sind nämlich nicht nur Erinnerungen an mein Elternhaus verbunden, sondern auch an zahlreiche Ferienreisen zu meinen Großeltern an die Nordsee. Ihr merkt: ein traditionsreiches Gericht und dabei so schön einfach. Es ist zwar nichts für die schlanke Linie aber schmecken tut's immer :) Eines sei vorweg aber gesagt: die Zubereitung variiert je nach Familienrezept. So gibt es beispielsweise auch jene, die die Klopse in Salzwasser vorgaren und aus selbigem später die Mehlschwitze anrühren. Außerdem schreibt das ursprüngliche Rezept gehackten Salzhering oder Sardellen in den Klopsen vor. Das gab's bei uns aber noch nie. Und da werden wir jetzt nicht mit anfangen ;) Es handelt sich bei diesem Rezept also lediglich um die hauseigene Zubereitung und es gibt noch viele, viele andere Varianten. Habt ihr auch eine?


Wir brauchen für 4 Portionen:

ca. 1 kg gemischtes Hackfleisch
2 Zwiebeln (gehackt)
2 Eier
Salz+Pfeffer

250 g Butter
200 g Mehl
2 l kochendes Wasser
100 g Kapern
5 EL Weißweinessig
2-4 EL Zucker
Salz+Pfeffer
1 EL Pimentkörner
5 Lorbeerblätter

Zunächst widmet ihr euch den Klopsen. Hierfür vermengt ihr Hackfleisch, gehackte Zwiebeln, Eier, Salz und Pfeffer einfach in einer großen Schüssel. Anschließend formt ihr einheitliche Bällchen (∅ ca. 4 cm) und parkt sie auf einem Teller zwischen. Nun könnt ihr mit der Mehlschwitze beginnen. Dazu zerlasst ihr zunächst die Butter in einem Topf. Wenn das Ganze ordentlich bruzelt, rührt ihr gleichmäßig das Mehl ein. Schwitzt die Butter-Mehl-Pampe ordentlich an und gießt sie schließlich mit dem kochenden Wasser auf. Mit den Mengenangabe zu Mehl und Wasser müsst ihr etwas flexibel umgehen. Gießt einfach so viel Wasser hinzu bis die Soße die gewünschte Konsistenz hat. Das kann etwas mehr oder etwas weniger als zwei Liter sein. Gießt anschließend das Wasser der Kapern hinzu und schmeckt das Ganze mit Weißweinessig, Zucker, Salz und Pfeffer ab. Schließlich gebt ihr noch die Pimentkörner, die Lorbeerblätter und die Klopse hinzu. Bei schwacher Hitze lasst ihr die Königsberger Klopse solange köcheln bis das Fleisch gar ist. Je nach Größe der Fleischklößchen dauert das 30-45 Minuten. Die Kapern kommen erst ganz zum Schluss hinzu. Dazu gibt's traditionell Kartoffeln. Fertig!


Einen sehr interessanten Fakt zu den Königsberger Klopsen weiß übrigens Wikipedia. So hätten Königsberger Klopse laut einer Forsa-Umfrage in Deutschland mit 93 % den größten Bekanntheitsgrad unter den regionalen Gerichten. Soso! Wieder was gelernt!

Alles Liebe, eure Anne


DIY: ein kleines knuffiges Valentinsmonster ♥

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So ihr Lieben, heute melde ich mich mal wieder (nach einer gefühlte Ewigkeit) mit einen ausführlicheren Post und obendrein noch einem DIY zurück. Wenn ich mir meine Statistiken so ansehen, erfreuen sich die Selbstmach-Post bei euch nämlich größter Beliebtheit. Also dachte ich mir, ich versöhne euch nach der kleinen Durststrecke der letzten Wochen mit einem umfangreichen Do it yourself - und das ist obendrein noch klein und knuffig! :)


Zunächst müsst ihr zwei Dinge über mich wissen: ich bin kein besonders großer Fan von Feiertagen, die gar keine sind (wie Halloween, Fasching und eben auch Valentinstag). Zweitens sitze ich wirklich gern mal an meiner Nähmaschine. Das ist ein toller kreativer Ausgleich zur Uni und zur Arbeit und das Beste: man hat hinterher tatsächlich etwas in der Hand, das man auch benutzen kann. Nicht nur das! Man erfreut auch immer wieder die Familie und Freunde mit selbstgenähten Geschenken.


Nun steht ja bald der Valentinstag vor der Tür. Dieser Tag liegt mir nun wahrlich nicht am Herzen. Ich stehe ihm ähnlich kritisch wie dem Mutter- und Vatertag gegenüber. Es ist doch viel, viel schöner, wenn man häufiger im Jahr einfach mal so an den Partner, den Papa oder die Mama denkt und das mit einer persönlichen Kleinigkeit zum Ausdruck bringt. Deshalb fällt der "Tag der Liebenden" bei uns auch eher spartanisch aus. Vielleicht gehen wir essen, vielleicht aber auch nicht. Eine große romantische Geste wird es jedenfalls nicht geben. Außer diese vielleicht: ein kleines knuffiges Valentinsmonster. Warum dieses Monster zwar zuckersüß aber kein bisschen romantisch ist, werde ich später noch ausführen. Nun aber erstmal zum Schaffensprozess :)

Wir brauchen neben einer Nähmaschine, hellem Garn und einer Schere:

zwei bunte Stoffstücke von jeweils etwa 20x25 cm
zwei weiße Filzkreise (∅ 4cm)
zwei schwarze Stoffkreise (∅ 1,5 cm)
ein rotes Stoffherz (B: 5cm, H: 4cm)
ca. 300 g Bastelwatte (Füllmaterial)
schwarzen Stoffmaler


Und so geht's: Zunächst solltet ihr aus der Vorlage (ich schicke sie euch gern als PDF zu, schreibt mir dafür nur eine Email oder hinterlasst einen Kommentar mit eurer Emailadresse) Schablonen aus festem Karton anfertigen. Dazu druckt ihr einfach die Vorlage aus, klebt die einzelnen Elemente auf den Karton und schneidet die Schablonen aus. So könnt ihr anschließend die Teile ganz bequem auf den Stoff übertragen. Für die Pupillen habe ich übrigens selbst keine Vorlage angefertigt, sondern einfach frei Hand geschnitten. Das ist wirklich nicht besonders schwer.  Nun übertragt ihr also die Schablonen auf die Stoffe (2x den Körper auf einen bunten Baumwollstoff, 2x die Augen auf weißen Filz, 1x das Herz auf roten und/oder rotgemusterten Stoff). Bei hellen Stoffen kann man das gut mit einem Bleistift machen, bei dunklen Stoffen sollte man zu Schneiderkreide oder weißen Stiften greifen. Anschließend schneidet ihr die einzelnen Teile entlang der Kontur aus. Bedenkt bitte, ca. ½ cm Nahtzugabe zu geben (das heißt, ihr schneidet nicht genau an der Linie entlang, sondern einfach einen halben Zentimeter weiter).

Wenn ihr alle Zuschnitte fertig habt, könnt ihr euch an die Nähmaschine setzen. Wer selber keine hat und sich trotzdem gern mal an dem Valentinsmonster versuchen möchte, kann sich ja mal im Familien- und Freundeskreis erkundigen oder nach einem sogenannten "Nähcafé" in seiner Stadt Ausschau halten. Ich würde euch empfehlen, einen hellen Ober- und Unterfaden zu nehmen. Je nach Farbe und Muster eures Hauptstoffs bleibt euch diese Wahl aber natürlich offen. Zunächst näht ihr auf die rechte (also die später sichtbare) Seite eines der Körperzuschnitte die Augen und das Herzchen auf. Ich habe die Pupillen anschließend mit einer Naht in X-Form auf die Augen genäht.


Anschließend legt ihr die Körperzuschnitte mit der rechten (also später sichtbaren) Seite aufeinander. Näht nun entlang der Linie, die ihr beim Übertragen der Schablone aufgezeichnet habt, beide Stoffteile aneinander. WICHTIG: Lasst den unten Bereich zwischen den Beinchen dabei frei. Hier müsst ihr das Monsterchen nämlich umstülpen und später auch mit der Bastelwatte befüllen. Das Umstülpen des Körpers ist ein bisschen fummelig, weil das Monsterchen insgesamt nicht besonders groß ist. Um die Öhrchen, Ärmchen und Beinchen richtig umzuschlagen, könnt ihr einen Stift oder einen Kochlöffelstiel zur Hilfe nehmen. So geht's ganz einfach.

Nachdem das Valentinsmonster ganz umgestülpt (d.h. wieder auf rechts gedreht) ist, füllt es gleichmäßig mit Bastelwatte. Beginnt zunächst bei den Öhrchen, Ärmchen und Beinchen. Wenn diese fest befüllt sind, könnt ihr den Rest des Körpers ausstopfen. Am Ende müsst ihr die offene Stelle vernähen, indem ihr den Stoff akkurat übereinander legt und mit einem schmalen Kreuzstich vernäht. Diese Naht wird sichtbar sein, das ist aber überhaupt nicht schlimm :)

Euer persönliches Valentinsmonster krönt ihr mit einem breiten aufgemalten Lächeln. Wer sicher gehen möchte, malt sich die Linie zunächst mit einem Bleistift oder einer Schneiderkreide vor und zieht sie anschließend mit einem schwarzen Textil- bzw. Stoffmaler nach. Fertig! Wenn ihr das tatsächlich mal nachmacht, würde ich mich riesig über ein Beweisbild an meiner Facebook-Pinnwand oder als persönliche Nachricht an mich freuen :)

Nun zur Beantwortung der Frage, warum das kleine Valentinsmonster kein bisschen romantisch kitschig und valentinsklischeehaft, sondern einfach zur bezaubernd ist:

1. Das kleine Monsterchen schleicht sich fast unbemerkt in unser Bett. Dort kuschelt es sich unter das geblümte Bettdeck (diese Bettwäsche hasst meine bessere Hälfte übrigens wie nichts anderes, Blümchen mag er gar nicht! Schade, ich liebe sie! :D), natürlich in der Mitte und es schnarcht dort fröhlich vor sich hin.
2. Das Valentinsmonster ist ein frecher, kleiner Klettermax! Wenn man mal einen Moment nicht aufpasst, sitzt es schon wieder irgendwo drauf oder irgendwo drin.
 3. Der kleine Kerl hängt ebenso an meiner neuen Lieblingstasche wie ich. Es ist schier unmöglich, das lederne Schätzchen auszuführen oder das gute Stück in seinem Staubbeutel zu verstauen ohne dass sich das Monsterchen hineinschleicht.







4. Einer unserer Essstühle wird immer vom Valentinsmonster okkupiert. Ganz nach dem Motto: mittendrin statt nur dabei kann es sich kaum selbst beschäftigen.
5. Unser kleiner Mitbewohner verirrt sich an die ungewöhnlichsten Orte. So ist es nie verkehrt, auch mal in der Cookies Dose nachzuschauen, wenn das Monsterchen wieder einmal unauffindbar ist.
Gar nicht kitschig, gar nicht romantisch und gar kein Valentinstagsklischee, oder? Na und wenn - habt ein zauberhaftes Wochenende und ganz viel Vorfrühlingssonnenschein! :)

Alles Liebe, eure Anne 

Rotes Thai Curry mit Vollkornnudeln

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Rotes Thai Curry mit Vollkornnudeln? Klingt komisch, schmeckt aber super. Eigentlich tummeln sich die Nudelsorten der asiatischen Küche ja eher im Bereich Glas- oder Eiernudeln. Aber nein, bei uns gab's heute Vollkornnudeln dazu. Genauer gesagt Vollkornpenne - soviel Zeit muss sein. Dieses Rezept ist das Ergebnis einer klassischen "Das-ist-noch-da,-was-könnte-man-daraus-machen"-Situation. Und das Ergebnis ging nicht nur fix, sondern war würzig-köstlich! Ab nächster Woche hört ihr auch wieder häufiger von mir. Dann ist dieses fiese Wintersemester nämlich auch vorbei (genauer gesagt die Vorlesungszeit) und es wird endlich wieder ein bisschen ruhiger. Dann kann ich mich mit aller Ruhe auch wieder schönen Dingen widmen und die tausend kunterbuntkreativtollen Ideen in meinem Kopf in die Tat umsetzen und mit euch teilen. Darauf freue ich mich schon wie ein Keks! Nun aber zurück zum Roten Thai Curry mit Vollkornnudeln:


Wir brauchen

1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 daumengroßes Stück Ingwer
ca. 500 g Hähnchenbrustfilet
etwas Öl zum Anbraten
Salz + Pfeffer
1 TL Paprika edelsüß
70 g Tomatenmark
2 EL rote Thai Curry Paste
1 Dose Kokosmilch
Vollkornpenne


Zunächst die Zwiebeln, den Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Anschließend das Hähnchenbrustfilet unter klarem Wasser abspülen, mit einem Küchentuch trocken tupfen und in gleichmäßige Würfel schneiden. Nun zunächst erstgenannte Zutaten in einer Wokpfanne (übrigens zur Zeit mein liebstes Kochequipment) mit etwas Öl anbraten, dann das Fleisch hinzugeben und einige Minuten mitbraten.


Anschließend kommen Salz, Pfeffer, Paprika, Tomatenmark und die rote Curry Paste hinzu. Alles gemeinsam einige Zeit in der Pfanne schwenken, es sollten sich leichte Röstaromen bilden. Schließlich das Ganze mit einer Dose Kokosmilch ablöschen und ca. 10 Minuten aufkochen. Diese 10 Minuten könnt ihr wunderbar mit dem Kochen der Nudeln füllen. Fertig!

Alles Liebe, eure zerstreute Anne ❀